Bücherfrage der Woche

Wen holen Sie sich zum Gespräch in die Bibliothek, Luca Mael Milsch?

Ist etwas „vorgemerkt“ in der Bibliothek, kann man es bald ausleihen. Die Amerika-Gedenkbibliothek am Blücherplatz nennt nun eine Veranstaltungsreihe „Vorgemerkt“.

Cornelia Geißler Redaktion: Cornelia Geißler
3 Min
Luca Mael Milsch

Luca Mael Milsch

© Andreas Schmidt

Für die Reihe „Vorgemerkt.“ lädt die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) Literaturschaffende ein, öffentlich eine eigene Auswahl aus dem Bestand der Bibliothek vorzustellen. Luca Mael Milsch, im vergangenen Jahr mit dem Romandebüt „Sieben Sekunden Luft“ aufgefallen, hat für den kommenden Mittwoch Fatma Aydemir eingeladen, um mit ihr zu sprechen. Wir fragen Luca Mael Milsch: Was wollen Sie unbedingt von dieser Autorin erfahren?

Luca Mael Milsch: Die Idee hinter der Reihe ist, dass Autor:innen Streifzüge durch die Bibliothek machen und ihre persönlichen Favoriten aus den Regalen mitbringen – Bücher, Filme, Musik oder Gegenstände, die sie in ihrer Arbeit inspirieren.

Fatma Aydemir schätze ich als Autorin ungemein, „Dschinns“ und „Ellbogen“ gehören für mich mit zu den wichtigsten Romanen der letzten Jahre. Nun steht nicht die neuste Veröffentlichung im Fokus, sondern all jenes, was ihren Schreibprozess begleitet. Ich möchte erfahren, welche Medien Aydemir in ihrer Arbeit als Autorin beschäftigen oder bewegen: Welche Bücher liest sie, welche Musik oder Filme haben für sie eine besondere Bedeutung und warum? Was verbindet sie mit bestimmten Gegenständen oder Bildern? Vorab verraten darf ich: Das Spektrum geht von James Baldwin über Pedro Almodóvar bis hin zu Lauryn Hill.

Auf Grundlage von Aydemirs Auswahl werden wir über die Bücher und die Geschichte der Gegenstände sprechen und was sie für Aydemirs Arbeit und sie als Person bedeuten. Das Publikum hat dabei die Möglichkeit, die Autorin noch einmal anders kennenzulernen, vielleicht sogar ein Stück näher; und durch Aydemirs Auswahl Neues zu entdecken. Gerade die Amerika-Gedenkbibliothek hält ja ein breites Angebot bereit – viele Medien, die sich lohnen, vorzumerken und auszuleihen.

Durch ihre Zugänglichkeit sind Bibliotheken für mich spannende Orte, an denen unterschiedliche Menschen miteinander in Austausch kommen können. Solche Begegnungen sollen auch in dieser Reihe möglich werden.

„Vorgemerkt.“ findet in diesem Jahr außerdem an vier weiteren Terminen statt, am 16.6. mit Shida Bazyar („Drei Kameradinnen“) und am 3.7. mit Yael Inokai („Ein simpler Eingriff“). Nach einer Sommerpause geht es dann im Herbst weiter.

Vorgemerkt. Zu Gast: Fatma Aydemir, 28.5., 19 Uhr, Amerika-Gedenkbibliothek, Blücherplatz 1,Eintritt frei

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