In Deutschland arbeiten junge Menschen weiterhin überdurchschnittlich häufig in befristeten Arbeitsverhältnissen. Wie das Statistische Bundesamt auf Basis des Mikrozensus 2025 mitteilt, waren im vergangenen Jahr 18,3 Prozent der Erwerbspersonen zwischen 15 und 25 Jahren nur auf Zeit angestellt – nahezu jeder Fünfte. Ausbildungsverhältnisse, die ebenfalls befristet sind, wurden dabei nicht mitgezählt.
Über alle Altersgruppen hinweg lag der Anteil befristeter Jobs bei 6 Prozent, was bundesweit rund 2,2 Millionen Arbeitnehmern entspricht. Der Wert für die Jüngeren ist damit mehr als dreimal so hoch. Deutlich geringer fällt die Quote in der Altersgruppe der 55- bis 65-Jährigen aus: Hier arbeiten nur noch 2,8 Prozent auf Zeit, also etwa jeder 35. Erwerbstätige.
Atypische Beschäftigung rückläufig
Insgesamt geht der Anteil befristeter Anstellungen am deutschen Arbeitsmarkt langfristig zurück. 2015 hatte er noch bei 7 Prozent gelegen. Auch die sogenannte „atypische Beschäftigung“ – dazu zählen laut Bundesamt Befristungen, Minijobs, kurze Teilzeit sowie Zeitarbeit – ist rückläufig. 2025 arbeiteten rund 6,4 Millionen Menschen in solchen Beschäftigungsformen, was 17,2 Prozent der Kernerwerbstätigen entspricht und damit dem Wert des Vorjahres gleicht. Zehn Jahre zuvor hatte der Anteil noch bei 20,8 Prozent gelegen.
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