Ein Zaun beruhige aber vielleicht auch die Kriminalitätslage tagsüber, weil der Park für Straftäter insgesamt unattraktiver werde, hofft die Polizeichefin. Das Argument, eine nächtliche Schließung führe zu einer Verdrängung von Straftaten in den umliegenden Kiez, überzeugt sie nicht: „Wir arbeiten seit langem mit einem ganzheitlichen Maßnahmenansatz, der den gesamten kriminalgeografischen Raum inklusive des Wrangelkiezes bis hin zum kriminalitätsbelasteten Ort Kottbusser Tor umfasst, um Verdrängungseffekten zu begegnen“, sagte Slowik.
Die Polizei sei auch im Wrangelkiez präsent und für die Menschen ansprechbar. „Mit der temporären Schließung des Görlis haben wir die Möglichkeit, dann auch dort noch mehr präsenter zu sein.“ Insgesamt sei die Kriminalität im Wrangelkiez und im Görlitzer Park weiter hoch, vor allem durch Drogenhandel, Verstöße gegen das Ausländerrecht, Gewalttaten und Raub, sagte Slowik. Von den 5800 Straftaten dort sei etwa ein Viertel, rund 1450, im Görlitzer Park verübt worden, ein Großteil nachts. 2022 waren es 1567 Straftaten im Görli, weitere 5188 drumherum.
- [object Object]
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de