Diplomatie

Wer bat um das Treffen mit Lawrow? Bundesregierung lässt entscheidende Fragen offen

Wo sind die Belege im Leipziger Drohnenfall? Das Auswärtige Amt verweist auf den Vize-Regierungssprecher, der auf wochenalte Minister-Aussagen. Die Widersprüche häufen sich.

6 Min
Bundesaussenminister Johann Wadephul und sein russischer Amtskollegen Sergei Lawrow in New York.

Bundesaussenminister Johann Wadephul und sein russischer Amtskollegen Sergei Lawrow in New York.

© Dominik Butzmann

Im Auswärtigen Amt weiß man nach eigenen Worten „um den sozusagen propagandistischen Mehrwert eines physischen Treffens“. Wenige Tage nach dem Gespräch zwischen Johann Wadephul (CDU) und Sergej Lawrow in New York ist die Deutungshoheit noch immer eigentümlich verteilt. Über den Inhalt hat Berlin mehr mitgeteilt als Moskau. Bei Anlass und Rahmen ist es umgekehrt.

Hier hat die russische Seite eine konkrete Version in Umlauf gebracht. Die Bundesregierung widerspricht ihr, ohne die offenen Punkte selbst aufzuklären. In der Regierungspressekonferenz am Montag hatte AA-Sprecher Josef Hinterseher Gelegenheit dazu. Aufklärung lieferte er allerdings nur in Bruchstücken.

Diese Zeitung wollte von ihm wissen, ob die von Moskau behaupteten Beschränkungen für die Presse auf deutschen Wunsch zustande kamen und ob man Lawrow im Leipziger Drohnenfall zumindest mehr Belege vorgelegt habe als der deutschen Öffentlichkeit. Seine Antworten im Video:

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