UPDATE

Wetter

DWD warnt: Glättegefahr und Schneefall am Dienstag in Berlin

Der Dienstag präsentiert sich frostig und verschneit. Auf den Straßen ist es glatt: Es kommt zu Dutzenden Unfällen.

Team News Eva Maria Braungart dpa/Eva Maria Braungart
3 Min
Auf den Straßen in Berlin ist es am Dienstag glatt. Das Winterwetter soll anhalten.

Auf den Straßen in Berlin ist es am Dienstag glatt. Das Winterwetter soll anhalten.

© Markus Wächter/Berliner Zeitung

Noch den ganzen Dienstag über müssen sich Berliner und Brandenburger auf glatte Straßen einstellen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt noch bis 18 Uhr vor Glätte. Ab dem Abend gilt zudem eine amtliche Warnung vor Frost.

In Brandenburg gab es allein bis Dienstagmorgen 36 witterungsbedingte Unfälle. Dies teilte die Polizeidirektion Süd mit, die für die Landkreise Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und Elbe-Elster sowie Cottbus zuständig ist. Die Polizeidirektion West berichtete von knapp 60 Karambolagen seit 5 Uhr morgens. Es gab überwiegend Blechschäden, teilweise wurden aber auch Menschen verletzt.

Mehr Unfälle am Dienstag auch in Berlin

Auch der Berliner Polizei wurden am Dienstagmorgen mehr Unfälle gemeldet als an anderen Tagen. Die Zahl sei aber nicht exorbitant gestiegen, auch habe es keine schweren Unfälle gegeben, sagte eine Sprecherin. Die gestiegene Zahl sei nicht unbedingt auf das Wetter zurückzuführen.

Am Dienstagmorgen kam es jedoch bereits wegen des Wetters in und um Berlin zu Stau, wie das Verkehrsstudio Berlin auf X, ehemals Twitter, berichtete. Laut Verkehrsinformationszentrale (VIZ) Berlin wurde auf den Autobahnen und Hauptverkehrsstraßen am Dienstagmorgen aufgrund der Glätte langsamer gefahren.

BER: Mehrere Flüge nach München und Frankfurt am Mittwoch gestrichen 

Der Schneefall und Eisregen im Süden Deutschlands hatte auch Auswirkungen auf den Flugverkehr am Hauptstadtflughafen BER. Für Mittwoch wurden bislang 20 Flüge nach und aus Frankfurt gestrichen (je 10 Starts und 10 Landungen) sowie zehn Flüge von und nach München (je 5 Starts und 5 Landungen), wie eine Flughafensprecherin am Dienstagnachmittag sagte. Passagiere, die nach Frankfurt oder München wollen, wurden gebeten, sich regelmäßig über ihren Flugstatus zu informieren.

Am Dienstag lief der Flugbetrieb der Witterung entsprechend gut. Es gebe aktuell keine Auswirkungen. Die Winterdienstflotte des BER sei rund um die Uhr im Einsatz. Auf den beiden Start- und Landebahnen, den Rollwegen und den Vorfeldflächen seien 20 Räumfahrzeuge unterwegs.

BSR räumt mit allen Kräften den Schnee: „Lage gut im Griff“

Die Berliner Stadtreinigung (BSR) war am Dienstag mit allen Kräften im Einsatz, um die Straßen der Hauptstadt vom Schnee zu befreien. „Wir haben die Lage gut im Griff“, sagte ein Sprecher der BSR am Dienstag. Die BSR wies darauf hin, dass Schnee und Eis auf Gehwegen von Anliegern beseitigt werden müssten. Dafür sei die Stadtreinigung nicht zuständig.

Die BSR führe Räum- und Streumaßnahmen auf Hauptverkehrsstraßen und Straßen mit Bussen und Trams, einschließlich Radfahrstreifen durch. Auch Fußgängerüberwege und Haltestellen würden sowohl geräumt als auch gestreut. Auf Nebenstraßen und Radwegen dürfe nur geräumt werden – der Einsatz von Auftaumitteln sei dort gesetzlich verboten.

DWD: Winterwetter weiter hält an

Das Winterwetter soll auch am Mittwoch in Berlin und Brandenburg anhalten. Laut Deutschem Wetterdienst droht in der Nacht Glätte durch überfrierende Nässe. Schneefall setzt dann ab dem späten Mittwochnachmittag vom Fläming bis zur Lausitz ein, am Abend auch im Berliner Raum.

Die Polizeibehörden appellierten an Autofahrer, auf winterlichen Straßen ihr Tempo zu reduzieren und auf genügend Abstand zu achten. Auch die Fahrzeugscheiben sollten ganz von Schnee und Eis frei sein. Autofahrer dürften nicht nur ein kleines Guckloch auf der Frontscheibe freikratzen, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion West. Dies werde bei Kontrollen auch geahndet.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema