Das EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus rechnet für die kommenden Tage mit einer erhöhten Feinstaubbelastung in Deutschland. Grund dafür sind Feinstaubpartikel, die sich derzeit über weiten Teilen Westeuropas ansammeln.
Als Hauptverursacher nennt das Programm zwei Quellen: Düngemittel aus der Landwirtschaft sowie Emissionen aus dem Straßenverkehr. Feinstaub bezeichnet winzige Partikel in der Luft, die tief in die Atemwege eindringen und gesundheitliche Probleme verursachen können.
Auch andere Länder betroffen
Verschärft wird die Situation durch die aktuelle Wetterlage. Eine stabile Hochdrucklage sorgt dafür, dass die Schadstoffe nicht wie üblich durch Wind und Luftbewegungen verteilt und verdünnt werden. Stattdessen stauen sich die Partikel in den unteren Luftschichten.
Deutschland ist dabei nicht das einzige betroffene Land: Auch Belgien, die Niederlande, Frankreich, Irland und Großbritannien sind laut Copernicus von der erhöhten Luftverschmutzung betroffen. Die Belastung zieht sich damit über einen breiten Streifen Westeuropas.
Copernicus ist das Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union und überwacht unter anderem die Zusammensetzung der Atmosphäre. Es liefert regelmäßig Prognosen zur Luftqualität in Europa.
Extreme Feinstaub-Welle in Berlin: Was passierte, als ich in Friedrichshain joggte
Schlechte Luftqualität in Berlin: Jörg Kachelmann nennt Ursache
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de