Heute folgen wir an dieser Stelle einem Rat von Uli Hoeneß, der uns Sportjournalisten in den Mixed-Zonen dieser Welt hin und wieder darauf hinweist, was er sich von einem Sportjournalisten erwartet. Man solle sich als Sportjournalist, so der Managerpräsident des FC Bayern, doch auf die schönen Dinge des Fußballspiels konzentrieren, nicht immer nur nörgeln, sondern viel öfter mal schwärmen, von Fallrückziehern beispielsweise, oder eben von Flugkopfbällen. Nun war nicht unbedingt damit zu rechnen, dass uns der Mönchengladbacher Thorben Marx Anlass gibt, über den guten alten Flugkopfball zu schreiben. Eineinhalb Jahre war der Mittelfeldspieler Marx ohne Torerfolg geblieben, hatte es immer wieder probiert, war immer wieder gescheitert, bis am Sonnabendnachmittag ein verunglückter Schussversuch seines Teamkollegen Juan Arango unversehens den Strafraum der Wolfsburger durchquerte. Thorben Marx wusste, was zu tun ist: fliegen, nicken, die Anhänger der Borussia mit dem Ausgleichstreffer zum 1:1 beglücken, mit diesem wunderbaren Flugkopfball, dessen Einübung im Kindesalter für viele Fußballspieler wegen der lädierten Hände, Ellenbogen und Knie allerdings ein Graus war. Stop! Der Sportjournalist wird schon wieder zu negativ.So bleiben wir gespannt, wer uns mit welchem Element in 14 Tagen ins Schwärmen bringt. (lot.)------------------------------Foto: Nur siegen ist schöner: Thorben Marx trifft zum 1:1-Endstand.
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