Ich habe mich jedes Mal aufs Neue wie Alice im Wunderland gefühlt, wenn ich zum Übernachten oder zu einer großen Geburtstagsfeier in eine dieser Bleiben eingeladen wurde. Alle meine Freundinnen hatten ein eigenes Zimmer, mit einem Fernseher, Computer, mit Regalen voller Bücher und Schränken voller Klamotten, Taschen, Schuhen, Schmuck. Ich dagegen? Musste mein Zimmer, den Kleiderschrank, die Regale mit meiner neun Jahre älteren Schwester sowie meinem sechs Jahre älteren Bruder teilen – bis zum meinem 14. oder 15. Lebensjahr.
Kolumne
Wie mich der Reichtum meiner deutschen Freunde verwirrte
Auslandsaufenthalte, Autos zum 16. Geburtstag, üppig gefüllte Konten zum Abi: Die Freunde unserer Autorin wurden reich beschenkt. Aber nur die deutschen.
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Miray Caliskan
© Berliner Zeitung/Paulus Ponizak