Das fliegende Auge

Wiedergesehen: „Madeleine und der Legionär“ – warum das Wolfgang Staudtes misslungenster Film ist

„Madeleine und der Legionär“ läuft im Rahmen der Hildegard-Knef-Reihe im Cosima-Filmtheater. Es passt nichts während der 90 Minuten, nicht einmal der Filmtitel.

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Helmut Schmid und Hildegard Knef in „Madeleine und der Legionär“ (BRD 1957)

Helmut Schmid und Hildegard Knef in „Madeleine und der Legionär“ (BRD 1957)

© Melodie Film

Die Defa und damit die DDR hat Wolfgang Staudte zwei ihrer besten Filme zu verdanken. Sein bereits im Herbst 1946 uraufgeführtes Trümmerdrama „Die Mörder sind unter uns“ mit Hildegard Knef in der Hauptrolle war die erste deutsche Nachkriegsproduktion überhaupt. Die 1951 aufgeführte Heinrich-Mann-Adaption
„Der Untertan“ mit Werner Peters wiederum bleibt bis heute als bissige Vivisektion des deutschen Spießertums aktuell.

Nur wenig bekannt ist, dass der Regisseur in einem seiner späteren Werke die Hauptdarsteller beider Klassiker auf der Leinwand zusammenbrachte. „Madeleine und der Legionär“ kam Ende Januar 1958 im West-Berliner Zoo-Palast zur Premiere. Um es kurz zu machen: Es handelt sich um den mit Abstand misslungensten Film Staudtes. In der DDR wurde das Werk nie gezeigt – allerdings waren für diesen Ausschluss nicht nur die künstlerischen Nichtqualitäten ausschlaggebend.

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