Die Lage für die Weltwirtschaft wird weiterhin als hohes Risiko eingestuft – trotz der zwischen Washington und Teheran erzielten vorläufigen Einigung zur Wiederöffnung der Straße von Hormus. „Die unmittelbare Gefahr einer vollständigen Unterbrechung der Energie- und Rohstoffversorgung hat zwar abgenommen, doch die Krise hat die Verwundbarkeit globaler Lieferketten schonungslos offengelegt“, sagt Lars Kleeberg, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME).
Die Öl- und Gaspreise sind nach Angaben des BME infolge der Einigung bereits gesunken. Belastet bleiben dagegen zahlreiche Lieferketten, insbesondere in der Chemie, der Automobilindustrie, im Maschinen- und Anlagenbau, in der Elektro- und Halbleiterindustrie sowie in Pharma und Medizintechnik. Die Auswirkungen der monatelangen Störungen dürften sich laut Verband noch über Wochen und Monate in den Produktionsnetzwerken zeigen.
Für die deutsche Industrie bleibt die Situation nach Einschätzung des Verbandes herausfordernd. Steigende Frachtkosten, verlängerte Transitzeiten und die Verknappung einzelner Vorprodukte träfen vor allem exportorientierte Branchen. Hinzu kämen mögliche Belastungen durch höhere Energiepreise in Europa sowie eine wachsende Unsicherheit auf den Rohstoffmärkten.
Iran-Deal unterzeichnet: Straße von Hormus öffnet „unverzüglich“ – Ölpreise fallen deutlich
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