Globale Energieversorgung

Wind- und Sonnenrekord: China schafft fast die Hälfte des grünen Fortschritts

Mit riesigen Investitionen erweitert China die Produktion regenerativer Energien. Bald steht das Zehnfache der deutschen Stromerzeugungskapazität.

Maritta Adam-Tkalec Maritta Tkalec
2 Min
In Zhangye, in Chinas Nordwestprovinz Gansu, entsteht ein neues Fotovoltaik-Kraftwerk. Die Luftaufnahme entstand am 19. September 2023.

In Zhangye, in Chinas Nordwestprovinz Gansu, entsteht ein neues Fotovoltaik-Kraftwerk. Die Luftaufnahme entstand am 19. September 2023.

© AFP

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Energieerzeugung Chinas nimmt deutlich zu. Nach Angaben der staatlichen Energieverwaltung des Landes wurden in den ersten sieben Monaten dieses Jahres die Solarenergiekapazitäten um 42,9 Prozent auf 490 Millionen Kilowatt erhöht. Die Windkraftkapazitäten erhöhten sich um 14,3 Prozent auf 390 Millionen Kilowatt.

Von Januar bis Juli investierten die großen chinesischen Energieunternehmen in den Ausbau der Solarstrom-Kapazitäten 161,2 Milliarden Yuan, etwa 20,32 Milliarden Euro. Im Vergleich zu den ersten sieben Monaten 2022 haben sich damit die Investitionen mehr als verdoppelt (+108,7 Prozent). Insgesamt erhöhten sich die Kapazitäten zur Erzeugung von Energie um 11,5 Prozent auf 2,74 Milliarden Kilowatt, so die Verwaltung.

Die Internationale Energie-Agentur (IEA) bestätigt laut Statista den Trend. Demnach soll die installierte Leistung bei regenerativer Energie allein in diesem Jahr um 170 Gigawatt steigen. Das entspricht fast der Hälfte aller weltweit zugebauten Kapazitäten. Insgesamt käme China dann auf eine Nennleistung von über 1400 Gigawatt oder 35,5 Prozent der weltweit installierten Leistung. Zum Vergleich: Deutschlands Solar-Wind- und sonstige Kapazitäten kommen zusammengenommen aktuell auf über 150 Gigawatt. 2023 könnten laut IEA-Prognose 11,4 Gigawatt hinzukommen.

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