Konkret machen sich die Kammern unter anderem dafür stark, die 1999 stillgelegte Wriezener Bahn zu reaktivieren, die Berliner U-Bahn- Linie 7 schnellstmöglich zum Flughafen BER zu verlängern und den Bahnhof Königs Wusterhausen für zwei Regionalbahngleise auszubauen. Zu dem Forderungskatalog gehört auch die Realisierung des Prignitz- Expresses mit Verbindung nach Berlin-Gesundbrunnen, der zügige Wiederaufbau der Potsdamer Stammbahn zum Berliner Hauptbahnhof sowie die bessere Anbindung der Gewerbegebiete im Berliner Süden mittels eines Bahnhalts Buckower Chaussee und eines S-Bahnhofs Kamenzer Damm.
Die Entwicklung von Wirtschaft und Wohnen im Metropolenraum müsse in Einklang mit dem wachsenden Verkehrsaufkommen gebracht werden, erklärte der Präsident der IHK Ostbrandenburg, Carsten Christ. Er warf den Entscheidern etwa in der Politik „Zaghaftigkeit“ vor, die nicht nachvollziehbar sei. „Verkehrsprobleme können nur gemeinsam gelöst werden, sonst droht der gesamten Hauptstadtregion flächendeckender Stillstand.“
„9-Euro-Tickets allein reichen nicht, um mehr Pendler für den ÖPNV zu gewinnen“, erklärte der Vizepräsident der IHK Berlin, Robert Rückel. „Der Umstieg ist auf Dauer nur attraktiv, wenn Verbindungslücken geschlossen werden, die Züge enger getaktet fahren und Pendlern an Bord innovative Services geboten werden.“
Beim Bahngipfel soll es am Freitag in Potsdam um die Weiterentwicklung der Schieneninfrastruktur in der Region gehen. Erwartet werden unter anderem Ministerpräsident Dietmar Woidke, die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey, Vertreter der Deutschen Bahn und des VBB. Dabei ist auch der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Carsten Schneider.
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