Iran-Krieg

„Wirtschaftlicher D-Day“: Trump droht Irans Handelspartnern mit harten Konsequenzen

Der US-Präsident kündigt Sanktionen gegen Staaten und Firmen an, die weiter Geschäfte mit dem Iran machen. Die Emirate haben ihre Handelsbeziehungen zu Teheran bereits gestoppt.

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US-Präsident Donald Trump kündigt eine weitere wirtschaftliche Isolierung des Iran an.

US-Präsident Donald Trump kündigt eine weitere wirtschaftliche Isolierung des Iran an.

© Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat eine deutliche Erhöhung des wirtschaftlichen Drucks auf den Iran angekündigt und Drittstaaten mit harten Folgen gedroht, falls sie Teheran weiter unterstützen. In einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social vom Mittwochabend sprach Trump von einem Wirtschaftskrieg und einer Isolation Teherans in bisher unbekanntem Ausmaß. Welche Schritte er genau plant und welche Länder er im Blick hat, ließ er offen.

Jedes Land, das seinen Banken, Unternehmen, Flughäfen oder Behörden erlaube, dem Iran eine Rettungsleine zu bieten, müsse mit „gewaltigen wirtschaftlichen Konsequenzen“ rechnen, drohte der US-Präsident. Ausdrücklich nannte Trump Ölschmuggel, Swap-Linien, Bargeldtransfers, Wechselstuben, Schiffsregister und Briefkastenfirmen.

Trump rief die Verbündeten der USA auf, sich anzuschließen: „Dies wird ein wirtschaftlicher ‚D-Day‘ sein, und wir brauchen alle unsere Alliierten an der Seite der Vereinigten Staaten von Amerika, um die Bedrohung durch den Iran zu isolieren und zu besiegen.“

Ölpreise auf Mehrwochenhoch

Die Ankündigung fällt in eine Phase anhaltender Unsicherheit an den Rohstoffmärkten. Die Nordsee-Sorte Brent notierte laut Reuters am Donnerstagmorgen bei 91,87 Dollar je Barrel. Sowohl Brent als auch die US-Sorte WTI hatten am Vortag den höchsten Schlussstand seit dem 24. Juli erreicht.

Zugleich hat sich die Schifffahrt durch die Straße von Hormus weiter verlangsamt. Viele Reeder meiden die Meerenge, weil unklar ist, wann sie wieder sicher passierbar ist. Vor dem im Februar von den USA und Israel gegen den Iran begonnenen Krieg wurde rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls durch diese Passage transportiert.

China als zentraler Abnehmer

Der Iran hat sich seit der Islamischen Revolution 1979 gegen westliche Sanktionen behauptet, wie Reuters anmerkt. Nach Daten der Analysefirma Kpler für das Jahr 2025 gingen mehr als 80 Prozent des per Schiff exportierten iranischen Öls nach China.

Weitergehende US-Sanktionen gegen die Volksrepublik bergen laut Reuters das Risiko chinesischer Gegenmaßnahmen. Peking liefert unter anderem seltene Erden in die USA, die für die Industrie unverzichtbar sind.

Emirate stoppen Iran-Geschäfte

Bereits am Dienstag hatten die Vereinigten Arabischen Emirate mitgeteilt, sämtliche Handels-, Wirtschafts- und Finanzbeziehungen mit dem Iran bis auf Weiteres auszusetzen. Vorausgegangen war die Mitteilung des Verteidigungsministeriums der Emirate, zwei aus dem Iran abgefeuerte Raketen hätten sich gegen die Schifffahrt gerichtet und seien ins Meer gestürzt. Teheran wies den Bericht als haltlos zurück.

Der Nahost-Ökonom Nader Habibi von der US-amerikanischen Brandeis University sagte dem Sender Al Jazeera, er gehe davon aus, dass die USA die Emirate zu diesem Schritt stark ermutigt oder sogar veranlasst hätten.

Aus Teheran kamen unterschiedliche Signale. Der Staatssender Irib erklärte, Trumps Ankündigung folge auf das Scheitern der militärischen Aggression. Die halbamtliche Agentur Tasnim sprach von keiner neuen Entwicklung. Mohammad Mokhber, Berater des obersten Führers, sagte der Agentur Fars, der Iran bleibe zu einem Dialog mit den USA bereit, verwechsle Verhandlungen aber nicht mit Kapitulation.

Trump selbst hatte am Dienstag erklärt, es fänden derzeit keine Gespräche mit dem Iran statt. Sein Sondergesandter und Schwiegersohn Jared Kushner hatte einen Tag zuvor laut Reuters gesagt, die Verhandlungen liefen so intensiv wie nie zuvor.

Washington strebt nach Reuters-Angaben ein neues, strengeres Abkommen zur Begrenzung des iranischen Nuklearprogramms an. Aus dem vorherigen Abkommen war Trump 2018 einseitig ausgestiegen.

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