Im Londoner Science Museum steht am kommenden Donnerstag ein besonderer Tauchgang an: Der Unterwasser-Roboter U-Cat wird dort der Öffentlichkeit präsentiert. Aus Platzgründen werden im Museums-Aquarium allerdings nur verkleinerte Versionen des Gefährts herumpaddeln. U-Cat entstand unter Leitung eines Forscherteams um Taavi Salumäe von der Tallinn University of Technology in Estland.
Antrieb mit Flossen
Es ist ein sogenannter biomimetischer Roboter, das heißt, er wurde nach einem Vorbild aus der Natur konstruiert: einer Meeresschildkröte. U-Cat ist als kleiner Helfer für Unterwasser-Archäologen gedacht. Er kann auf engstem Raum manövrieren und ist daher gut geeignet, um Schiffswracks zu inspizieren.
„Konventionelle Unterwasser-Roboter bewegen sich mithilfe von Propellern, U-Cat wird von Flossen angetrieben. Damit kann der Roboter sich in alle Richtungen wenden, ohne Schlamm vom Meeresboden aufzuwirbeln“, sagt Salumäe. U-Cat schwimmt ähnlich wie Meeresschildkröten mithilfe von vier Flossen, die unabhängig voneinander steuerbar sind.
Auf diese Weise ist der Roboter äußerst wendig – er kann in sämtliche Richtungen manövrieren und sich auf der Stelle drehen. Derartige Fähigkeiten sind ideal, um unter Wasser enge Orte zu erkunden, wie sie in Schiffswracks zu finden sind.
Der Schildkröten-Roboter wurde im Rahmen des EU-Projekts Arrow entwickelt, das Vorhaben der Unterwasser-Archäologie unterstützt. Seine ersten Einsatzorte werden im Mittelmeer und in der Ostsee sein.
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