Wohin mit den vielen Beweismitteln, die die Polizei täglich beschlagnahmt? Am Mittwoch ging in den Dienststellen der Berliner Polizei eine schriftliche Mitteilung ein: Die Asservatenstelle der Staatsanwaltschaft im Kriminalgericht in Moabit ist ab 1. Juli geschlossen. Die Räume sind dermaßen mit Beweismitteln vollgestopft und marode, dass sie „aus arbeitsschutztechnischen Gründen“ dichtgemacht werden müssen.
Hier lagern streng gesichert Tausende Beweismittel für Gerichtsverfahren: Tatwerkzeuge, Messer, Schusswaffen, Drogen. Mit Unverständnis und Sorge macht jetzt die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) auf die Schließung der Asservatenstelle aufmerksam. „Diese Maßnahme mag aus verwaltungsorganisatorischer Sicht begründet erscheinen, doch sie trifft die praktische Polizeiarbeit mit voller Wucht“, sagt Frank Teichert, stellvertretender Landesvorsitzender der DPolG Berlin.
Kriminalität
Wohin mit den Mordwaffen? Kriminalgericht in Moabit schließt marodes Beweismittel-Lager
Hier lagern Waffen, Tatwerkzeuge und Drogen. Die Räume sind vollgestopft und kaputt. Und jetzt gibt es ein Brandschutzproblem.
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Der Eingang des Kriminalgerichts in Berlin-Moabit
© Emmanuele Contini/Berliner Zeitung