Und das trotz gestiegener Preise. Um knapp fünf Prozent haben sich die Mietpreise in begehrten Lagen binnen eines Jahres in Berlins Innenstadt erhöht, gab der Immobilienverband Deutschland kürzlich bekannt. Kaltmieten von zehn Euro pro Quadratmeter sind keine Seltenheit.
Der Berliner Mieterverein heißt die Neuregelung gut, die die Hamburger Landesregierung in den Bundesrat einbringen will. Wer künftig eine Wohnung mietet, soll demnach keine Maklergebühr mehr bezahlen. „Das ist eine hilfreiche Regelung und Entlastung für die Mieter“, sagt der Geschäftsführer des Berliner Mietervereins, Reiner Wild, der Berliner Zeitung. Denn mit den steigenden Mieten ist auch die Maklergebühr gestiegen. Sie orientiert sich an der Nettokaltmiete.
Auch der Berliner Landesverband des Rings Deutscher Makler (RDM) begrüßt die geplante Neuregelung: „Ein guter Makler muss keine Angst haben, künftig keine Aufträge mehr zu bekommen“, sagt der Berliner RDM-Vorsitzende Markus Gruhn. „Die jetzige Rechtslage entspricht nicht den Vorstellungen über das Berufsbild des Maklers“, sagt er. „Der Mieter hat schon genug Lasten durch die ständig steigenden Betriebskosten zu tragen.“
8000 Immobilienvermittler tätig
Mietrechtsexperten und seriöse Makler erwarten, dass das neue Gesetz – so es in Kraft tritt – den Berliner Makler-Markt reinigen und für unseriöse Anbieter unattraktiv machen würde. Makler kann jeder werden, man braucht keine Ausbildung und kein Studium. In Berlin arbeiten etwa 8000 Makler, nur 210 von ihnen sind Mitglied im Ring Deutscher Makler. Branchenkenner sprechen von einer „Reihe unseriöser Anbieter“, etwa von Briefkastenfirmen.
So werden immer wieder Fälle bekannt, in denen etwa Hauseigentümer und Makler wirtschaftlich und familiär verbunden sind. So beauftragt etwa der Hauseigentümer seine Ehefrau, die ein Maklerbüro betreibt, damit, einen neuen Mieter zu finden. Die Maklergebühr zahlt der Mieter letztendlich an Hauseigentümer und Maklerin.
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