Wohnen

Wohngeld soll nächstes Jahr um 30 Euro steigen

Nicht nur die Supermarktpreise, sondern auch die Wohnkosten sind deutlich gestiegen. Wer wenig verdient, kann jetzt auf mehr Unterstützung hoffen.

Team News dpa/BLZ
2 Min
Bauministerin Klara Geywitz (SPD)

Bauministerin Klara Geywitz (SPD)

© dts Nachrichtenagentur/dpa

Bürger mit niedrigem Einkommen sollen im kommenden Jahr mehr Wohngeld erhalten. Gründe dafür sind unter anderem die Preisanstiege bei Lebensmitteln, aber auch bei Mieten und Energiekosten. Das monatliche Wohngeld solle zum 1. Januar 2025 deshalb um durchschnittlich 30 Euro oder 15 Prozent erhöht werden, teilte das Bauministerium mit.

„Damit sorgen wir dafür, dass sich niemand durch zu hohe Wohnkosten zum Beispiel zwischen Heizen oder Essen entscheiden muss“, betonte Ministerin Klara Geywitz (SPD).

1,9 Millionen Haushalte sollen nächstes Jahr Wohngeld erhalten

Die Höhe des Wohngelds wird laut Gesetz alle zwei Jahre überprüft. Die letzte Reform gab es 2023. Damals wurde auch der Kreis der Berechtigten deutlich ausgeweitet. Ziel des Wohngelds ist, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Rentnerinnen und Rentner mit wenig Geld so zu entlasten, dass sie nicht wegen hoher Mieten Bürgergeld oder Grundsicherung beantragen müssen. Die Höhe des Wohngelds hängt von der Zahl der Haushaltsmitglieder, dem Einkommen und der Miete ab.

Das Ministerium rechnet damit, dass im nächsten Jahr bundesweit rund 1,9 Millionen Haushalte Wohngeld erhalten können. Die Erhöhung wird gerade in der Bundesregierung abgestimmt. Damit sie in Kraft treten kann, muss auch der Bundesrat zustimmen.

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