Wohnung durchsucht

Polizist soll Kinderpornos vertrieben haben

Lutz Schnedelbach
2 Min

Die Staatsanwaltschaft hat gegen einen Polizisten schwere Vorwürfe erhoben. Der 30-jährige Meister der Bereitschaftspolizei steht unter dem Verdacht, kinderpornografische Schriften verbreitet zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte einen entsprechenden Tipp bekommen und daraufhin bei Gericht einen Durchsuchungsbeschluss beantragt. Am Donnerstagvormittag wurde die Wohnung des Polizisten von Ermittlern des Landeskriminalamtes durchsucht. Dabei seien auf der Festplatte eines Rechners mehrere pornografische Bilder gefunden worden, hieß es am Freitagnachmittag aus dem Polizeipräsidium.Strafverfahren eingeleitetDer Rechner des Polizisten wurde in das polizeitechnische Institut gebracht und wird in den nächsten Tagen untersucht. Unklar ist noch, ob der Bereitschaftspolizist weiterhin im Dienst verbleibt. "Darüber ist noch nicht entschieden", sagte ein Sprecher am Freitag. Gegen den 30-jährigen Polizeimeister wurde außer dem Strafverfahren ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Zu den Vorwürfen äußerte er sich nicht.Nicht zum ersten Mal wird gegen einen Berliner Polizisten wegen des Verdachts der Verbreitung von Kinderpornografie ermittelt. Innerhalb eines Großverfahrens des Landeskriminalamtes von Sachsen-Anhalt war vor anderthalb Jahren ein 35-jähriger Polizeikommissar einer Wache in der Direktion 2 verdächtigt worden, Kinderpornos vertrieben zu haben. Allerdings wurde bei der Durchsuchung seiner Wohnung sowie seines Büros nichts Verdächtiges gefunden. Der Rechner des Beamten wurde beschlagnahmt und untersucht. Danach stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren im vergangenen Jahr wegen erwiesener Unschuld ein.

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