„Women's March“ Berlin: 1000 Menschen demonstrieren gegen Diskriminierung

Knapp 1000 Demonstranten haben am Sonntagmittag in Berlin zum zweiten Mal beim „Women's March“ ein Zeichen für mehr Frauenrechte und Demokratie gesetzt. Veranstaltet wurde der Marsch rund um das Brandenburger Tor vom offiziellen Ableger der Demokratischen Partei für im Ausland lebende US-Amerikaner, „Democrats Abroad“. „Es waren sehr viele Amerikanerinnen dabei, aber auch einige Einheimische aus Berlin“, sagte Sprecher Powen Shiah der Deutschen ...

BLZ
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Knapp 1000 Demonstranten haben am Sonntagmittag in Berlin zum zweiten Mal beim „Women's March“ ein Zeichen für mehr Frauenrechte und Demokratie gesetzt. Veranstaltet wurde der Marsch rund um das Brandenburger Tor vom offiziellen Ableger der Demokratischen Partei für im Ausland lebende US-Amerikaner, „Democrats Abroad“. „Es waren sehr viele Amerikanerinnen dabei, aber auch einige Einheimische aus Berlin“, sagte Sprecher Powen Shiah der Deutschen Presse-Agentur.

Unter dem Motto „Power To The Polls“ habe man nicht nur Flagge für Frauenrechte weltweit gezeigt. „Ein wichtiger Punkt war auch die Erhöhung der Beteiligung ausländischer US-Bürger an Wahlen in ihrer Heimat“, so Shiah. Mit dem Marsch solle Interesse an Politik und Demokratie geweckt werden. Nach Polizeiangaben verlief der zweistündige Demonstrationszug durch Berlin-Mitte und den Tiergarten ohne Störungen.

Bereits am Sonnabend liefen die „Women's March“-Demos in den USA: Am ersten Jahrestag des Amtsantritts von Donald Trump sind dort hunderttausende Demonstranten gegen den US-Präsidenten auf die Straße gegangen. Allein in Los Angeles protestierten nach Angaben der Stadtverwaltung etwa eine halbe Million Menschen, in New York gab die Polizei die Zahl der Demonstranten mit 200.000 an.

Insgesamt waren in mehr als 300 Städten Protestaktionen zum "Marsch der Frauen" angekündigt. Viele Demonstrantinnen trugen pinkfarbene Strickmützen mit Katzenohren - so genannte Pussy Hats in Anspielung auf Trump berühmt gewordene Äußerung, dank seiner Berühmtheit könne er Frauen jederzeit in den Schritt fassen, wenn er das wolle. Auf Plakaten waren Parolen wie „Der Platz einer Frau ist im Weißen Haus“ oder „Wenn man einen Clown wählt, muss man mit Zirkus rechnen“.

Im vergangenen Jahr waren beim Women's March landesweit mehr als drei Millionen Menschen gegen Trump auf die Straße gegangen. Trump reagierte mit Sarkasmus auf die Proteste: Er forderte die Menschen über Twitter auf, auf die Straße zu gehen und „die historischen Meilensteine und den noch nie dagewesenen wirtschaftlichen Erfolg und die Wertschöpfung zu feiern, die sich in den vergangenen zwölf Monaten ereignet haben“. „Schönes Wetter überall in unserem großartigen Land, ein perfekter Tag für alle Frauen, um zu marschieren“, ergänzte der Präsident. (BLZ/dpa)

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