Johannes Brahms hat sich schwergetan, seine Kompositionsentwürfe wirklich zu mögen, zu sehr lastete auf ihn der Schatten von Beethoven. Sich in eine Reihe mit dem großen Deutschen zu stellen, so empfand es Brahms zumindest, würde nur mit höchster Perfektion durchgehen. Die Selbstkritik führte dazu, dass Brahms einige seiner Entwürfe selbstlos vernichtete. Das Klavierkonzert Nummer 1 erblickte dann aber doch noch das Licht der Welt. Brahms stellte es als 21-Jähriger fertig, kurz nach dem Selbstmordversuch von Robert Schumann. Es atmet nicht nur Tragik und Leidenschaft, sondern auch Präzision und den Willen, den Altvater Beethoven zu übertrumpfen.
Musikkritik
Yefim Bronfman und das RSB im Konzerthaus Berlin: So ein umwerfender Abend
Am Dienstagabend spielte Yefim Bronfman Brahms’ Erstes Klavierkonzert. Das Rundfunk-Sinfonieorchester akkompagnierte, später folgte ein fulminanter Mahler. Die Kritik.
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Dirigent Vladimir Jurowski und Yefim Bronfman am Klavier
© Peter Meisel/Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin