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Google zu Geldstrafe verurteilt, die das weltweite Bruttoinlandsprodukt übersteigt

Ein russisches Gericht hat Google zu einer unvorstellbaren Geldstrafe verurteilt. Der Grund: Der Tech-Gigant weigert sich, gesperrte russische Sender bei YouTube wieder freizuschalten.

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Google wurde von einem russischen Gericht zu einer unvorstellbaren Geldstrafe verurteilt. 

Google wurde von einem russischen Gericht zu einer unvorstellbaren Geldstrafe verurteilt. 

© Julian Stratenschulte/dpa

Ein russisches Gericht hat Google im Streit um die Sperrung russischer Medienkanäle auf YouTube zu einer Geldstrafe von zwei Sextillionen Rubel (geschrieben: Eine 2 mit 36 Nullen) verurteilt. Darüber berichtet unter anderem die Moscow Times, nachdem die russische Nachrichtenagentur Tass die unvorstellbare Strafe vermeldet hatte. Diese würde umgerechnet etwa 20,6 Quintilliarden US-Dollar entsprechen. 

Zum Vergleich: Das weltweite Bruttoinlandsprodukt entspricht etwa 105 Billionen Dollar - ein winziger Bruchteil der Geldstrafe.

Eine Quintilliarde ist eine Zahl, auf die 33 Nullen folgen - in diesem Fall beläuft sich die Geldstrafe also auf 20.604.600.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Dollar. Wie Buisness Insider berichtet, sei die Geldstrafe seit 2020 in die Höhe geschnellt. Der Grund: Das russische Gericht hatte entschieden, dass das Versäumnis, die Kanäle neun Monate nach der Gerichtsentscheidung wieder freizuschalten, eine Geldstrafe von 100.000 Rubel (1.030 US-Dollar) pro Tag bedeuten würde - ein Betrag, der sich wöchentlich verdoppelt.

Es sei unwahrscheinlich, dass Google, dessen Muttergesellschaft Alphabet im Jahr 2023 einen Umsatz von mehr als 307 Milliarden US-Dollar meldete, die unglaublich hohe Geldstrafe jemals zahlen werde, heißt es. Tatsächlich übersteige die theoretische Summe den Gesamtwert aller Vermögenswerte auf der Erde bei weitem. Einem Bericht zufolge beträgt Russlands Strafe gegen Google das 23.809.523-fache der gesamten Geldmenge auf der Erde.

17 russische Fernsehsender haben Google verklagt

Wie RBC Russia berichtet, wurden die Klagen von 17 russischen Fernsehsendern eingereicht, deren YouTube-Kanäle seit 2020 gesperrt sind. Eine Quelle sagte der Publikation, dass Google im Jahr 2022 eine Milliarde russische Rubel (10 Millionen US-Dollar) an einen der ursprünglichen Kläger im Jahr 2020 gezahlt habe.

Berichten zufolge ist die russische Tochtergesellschaft von Google seit 2022 bankrott, und obwohl das Unternehmen bereits Milliarden Rubel an Bußgeldern gezahlt hat, ist sein Vermögen in Russland aufgebraucht, sodass eine nennenswerte Rückzahlung unwahrscheinlich ist. Google deaktivierte im August die AdSense-Konten in Russland und brach damit seine Haupteinnahmequelle in dem Land ab, obwohl Dienste wie YouTube und die Google-Suche weiterhin verfügbar sind, wenn auch mit Leistungsproblemen.

Google hat die russischen Konten gesperrt, um die US-Sanktionen einzuhalten, wie aus Gerichtsakten hervorgeht, die Bloomberg im Jahr 2021 einsehen konnte.

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