Zahl des Tages

3310 - So viele Gewalttaten gab es in U-Bahnen und Bussen

Andreas Kopietz
2 Min
Auf den Anstieg der Gewalt hat die BVG reagiert und ist täglich mit mehr als 100 Sicherheitsleuten unterwegs. Auf 25 „Schwerpunktbahnhöfen“ sind rund um die Uhr Sicherheitsleute da.

Auf den Anstieg der Gewalt hat die BVG reagiert und ist täglich mit mehr als 100 Sicherheitsleuten unterwegs. Auf 25 „Schwerpunktbahnhöfen“ sind rund um die Uhr Sicherheitsleute da.

© imago/Olaf Selchow

Prügeleien, Raub, Bedrohungen und Sexualdelikte sind in Bussen und Bahnen mittlerweile an der Tagesordnung. Laut Senatsinnenverwaltung zählte die BVG im vergangenen Jahr 3310 Gewalttaten. Das sind 249 Fälle mehr als im Vorjahr und 442 mehr als 2013.

Zwar sinkt in U-Bahnen, Bussen und Straßenbahnen die Gesamtzahl der Straftaten. Denn es werden zum Beispiel weniger Taschendiebstähle, Vandalismus und Schwarzfahrer registriert. Doch vor allem nachts und an den Wochenenden fürchten sich viele Fahrgäste.

Unzählige Videokameras an Haltestellen und in Zügen sollen für Sicherheit sorgen – oder zumindest ein Sicherheitsgefühl vermitteln und nach einer Straftat bei der Aufklärung helfen.

Polizei fordert weniger Bilder nach Straftaten an

Doch die Polizei fordert nach Straftaten bei der BVG immer weniger Bilder an: Im vergangenen Jahr geschah das nur 5377 Mal. Im Jahr davor waren es 6087 Mal. „Videomaterial wird nicht nur nach Gewaltdelikten angefordert, sondern auch nach Straftaten wie Taschendiebstählen oder Sachbeschädigungen“, begründet ein Polizeisprecher. „Außerdem ist es möglich, dass es zu einer Tat mehrere Anzeigen, aber nur eine Videoaufzeichnung gibt, etwa bei einer wechselseitigen Körperverletzung.“

Auf den Anstieg der Gewalt hat die BVG reagiert und ist täglich mit mehr als 100 Sicherheitsleuten unterwegs. Auf 25 „Schwerpunktbahnhöfen“ sind rund um die Uhr Sicherheitsleute da. Laut BVG ist die U-Bahn trotz allem sicher. Um Opfer von Gewalt zu werden, müsse man – statistisch gesehen – 900 Jahre jeden Tag einmal mit Bus, U-Bahn oder Tram fahren, heißt es.

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