Juhu, Berlin hat bei einem Städteranking wieder ein paar Plätze gut gemacht. Die Hauptstadt ist einfach im Aufwind – könnte man zumindest im ersten Moment denken. Doch ganz so vorteilhaft ist der Aufstieg von Platz 6 auf Platz 3 dann doch nicht. Bei dem besagten Ranking handelt es sich nämlich um die Stauanalyse des Verkehrsdatenanbieters Inrix, bei dem 1360 Städte in 38 Ländern untersucht wurden. Demnach standen die Berliner im vergangenen Jahr im Schnitt 44 Stunden im Stau. Im Jahr davor waren es noch 40 Stunden gewesen.
Am schlimmsten ist die Verkehrssituation auf dem Tempelhofer Damm, wo Autofahrer im Durchschnitt 30 Stunden im Stau verbrachten. Auf Platz 2 folgen die Müller-, Chaussee- und Friedrichstraße – auf dem Straßenzug in Mitte betrug der Zeitverlust 27 Stunden. Auf den nächsten Plätzen finden sich unter anderem der Straßenzug Weißenseer Weg/ Möllendorffstraße in Lichtenberg sowie die Verbindung zwischen dem Bersarinplatz und dem Schlesischen Tor in Friedrichshain-Kreuzberg wider. Auch die Bundesstraße B1 zwischen Potsdamer und Alexanderplatz in Mitte, zu der die Leipziger Straße und der Mühlendamm gehören, sowie die Kanaluferstraßen in Kreuzberg haben es auf die Liste der stauträchtigsten Straßen geschafft.
So schlimm das Ganze auch klingt, mit den wirklich großen Staus kann Berlin nicht mithalten – sofern das die Hauptstadt auch überhaupt will. Auf den ersten Platz kam Los Angeles mit 102 Staustunden, gefolgt von Moskau und New York mit je 91 Stunden. Trotzdem darf das Problem nicht kleingeredet werden, denn die Staus kosten auch ordentlich Geld. Im vergangenen Jahr waren es 6,9 Milliarden Euro. Die kommen durch höhere Ausgaben für Kraftstoff zustande, aber auch durch indirekte Kosten, die Firmen entstehen und die sie dann in Form von höheren Preisen weitergeben. Wer günstiger einkaufen will, sollte also öfter mit mal mit Bus und Bahn fahren.
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