Umfrage

ZDF-Politbarometer: AfD weiter stärkste Kraft, Grüne überholen zwei Parteien

Die Bundesregierung kann im aktuellen ZDF-Politbarometer keine Trendwende erzielen. Die Zufriedenheit verharrt auf einem Tiefstand.

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Die Grünen von Felix Banaszak überholen SPD und und Linke.

Die Grünen von Felix Banaszak überholen SPD und und Linke.

© Kay Nietfeld/dpa

Die AfD bleibt im aktuellen ZDF-Politbarometer stärkste Kraft in der Sonntagsfrage. Die Unzufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung und des Bundeskanzlers verharre auf Rekordniveau, berichtete Shakuntala Banerjee, Leiterin der ZDF-Hauptredaktion Politik und Zeitgeschehen.

Auch bei der Bewertung der zehn wichtigsten Politikerinnen und Politiker hätten fast alle an Zustimmung verloren – insbesondere jene, die der schwarz-roten Koalition angehörten.

Politbarometer: Grüne und Linke können sich verbessern

Dem aktuellen Politbarometer zufolge käme die AfD auf 26 Prozent der Stimmen, wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl. Auf Platz zwei läge die Union aus CDU/CSU mit 24 Prozent. Beide Parteien verschlechtern sich leicht um einen Prozentpunkt. Der Koalitionspartner SPD bleibt unverändert mit 12 Prozent der Stimmen. Verbessern können sich die Grünen um zwei Prozentpunkte. Somit liegt die Partei mittlerweile vor SPD und Linke auf Platz drei. Die Linke verbessert sich um einen prozentpunkt leicht auf 12 Prozent.

Die FDP würde mit drei Prozent der Stimmen den Einzug in den Bundestag verpassen. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) wird nicht separat aufgezählt und landet unter „Sonstige Parteien“ (acht Prozent).

Rund 90 Prozent der Befragten halten grundlegende Reformen in zentralen Bereichen wie Rente, Arbeitsmarkt oder Gesundheit für wichtig – auch wenn diese mit größeren Belastungen verbunden seien. Zugleich glauben rund drei Viertel der Befragten nicht, dass die Bundesregierung entsprechende Reformen bei Steuern, Arbeitsmarkt und Rente bis zum Sommer vorlegen werde.

In der Bevölkerung zeigt sich nach Angaben des „Politbarometers“ eine gewisse Bereitschaft, Folgen von Reformen persönlich mitzutragen. Knapp ein Drittel der Befragten wäre demnach bereit, große persönliche Belastungen hinzunehmen. Rund 40 Prozent würden „nicht so große“ Belastungen akzeptieren. Etwa ein Viertel will laut Umfrage gar keinen eigenen Beitrag leisten.

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