Die Frauenrechtsorganisation „Terre des Femmes“ hat in drei Städten ein Zeichen gegen sexuelle Übergriffe gesetzt. In Berlin, Bremen und München wurden bronzene Frauenstatuen mit glänzenden Brüsten aufgestellt. Die „Frau Rhein“ am Neptunbrunnen, die „Bezaubernde Julia“ und die „Jugend“ im Hoetgerhof „zeigen sichtbar die jahrzehntelangen Übergriffe der PassantInnen“, teilte die Organisation am Montag mit.
Dass die Bronzestatuen immer wieder von Passanten an den nackten Brüsten berührt werden, hinterlasse Spuren - „genauso wie bei Betroffenen sexualisierter Gewalt“, hieß es weiter.
„Sexuelle Belästigung wird viel zu oft verharmlost“
„Sexuelle Belästigung ist ein Problem, das viel zu oft verharmlost oder ignoriert wird“, wird die Bereichsleiterin Referate der Organisation, Sina Tonk, in der Mitteilung zitiert. „Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass Betroffene Gehör finden und Täter zur Rechenschaft gezogen werden.“
Die Plakate neben den Statuen seien am Freitag aufgestellt worden und sollten am Montagnachmittag wieder entfernt werden - „aus genehmigungsrechtlichen Gründen“, wie eine Sprecherin von „Terre des Femmes“ am Montag sagte.
20 Vergewaltigungen pro Woche: Zahl der Sexualdelikte in Berlin seit 2017 massiv gestiegen
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