UPDATE

Stadtgeschichte

Zeitreise auf der Karl-Marx-Allee: Was Hermann Henselmanns Enkelin über den Großvater sagt

Der Architekt, der Ost-Berlin und andere DDR-Städte mit geprägt hat, wollte auch Frau und Kinder formen. Florentine Anders erzählt davon in ihrem Roman „Die Allee“.

10 Min
Florentine Anders am Frankfurter Tor. Hier beginnt unser Spaziergang, hier beginnt auch ihr Roman „Die Allee“.

Florentine Anders am Frankfurter Tor. Hier beginnt unser Spaziergang, hier beginnt auch ihr Roman „Die Allee“.

© Benjamin Pritzkuleit/Berliner Zeitung

Es ist nur ein kleiner Spaziergang, aber es ist auch eine Zeitreise. Der Weg vom Frankfurter Tor zum Café Sibylle in der Karl-Marx-Allee kurz vor dem Strausberger Platz dauert nur knapp 20 Minuten. Uns weht der Winterwind entgegen, Wahlplakate versprechen eine Zukunft, im Inneren des Cafés führt eine Ausstellung in die Vergangenheit. Florentine Anders ist den Weg oft gegangen, um zu verstehen, warum ihre Familie so besonders ist.

Denn ein Teil von deren Geschichte spannt sich zwischen den Hochhäusern am Strausberger Platz und den Türmen am Frankfurter Tor. Es sind der Abschnitt A, entstanden in den Jahren 1952 bis 1955, und der Abschnitt F, erbaut zwischen 1957 und 1960. Florentine Anders hat diese beiden Punkte gewählt, um ihren Roman beginnen und enden zu lassen.

Mit einem Abo weiterlesen

Sie haben bereits ein B+ Abo?

*