USA

Trumps Berater gehen aufeinander los: Musk nennt Navarro „dümmer als ein Sack Ziegelsteine“

Bei den Beratern von US-Präsident Donald Trump ist der Streit um die Zollpolitik offen zu Tage getreten: Der eine schimpft auf Tesla, der andere kontert mit Beleidigungen.

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Diese Kombination von Bildern zeigt Donald Trumps obersten Handelsberater Peter Navarro und Elon Musk, Chef des Ministeriums für Regierungseffizienz (Doge).

Diese Kombination von Bildern zeigt Donald Trumps obersten Handelsberater Peter Navarro und Elon Musk, Chef des Ministeriums für Regierungseffizienz (Doge).

© Brendan Smialkowski/

Tesla-Chef Elon Musk hat seine verbalen Angriffe auf Donald Trumps obersten Handelsberater Peter Navarro deutlich verschärft. Der Milliardär reagierte auf ein Video, in dem Navarro über Musk sagt, er sei kein „Autobauer“, sondern lediglich jemand, der Autos aus Teilen „zusammensetzt“, die aus Asien importiert seien.

„Navarro ist wirklich ein Schwachkopf. Was er hier sagt, ist nachweislich falsch“, antwortete Musk am Dienstag einem X-Nutzer, der den Clip von Navarro gepostet hatte. „Tesla hat die meisten in Amerika hergestellten Autos. Navarro ist dümmer als ein Sack Ziegelsteine“, so Musk, der dann Teslas Produktion verteidigte: „Nach jeder Definition ist Tesla der am stärksten vertikal integrierte Autohersteller in Amerika mit dem höchsten Anteil an US-Inhalten. Navarro sollte den falschen Experten fragen, den er erfunden hat, Ron Vara.“ Der Verweis auf „Vara“ bezieht sich auf einen gefälschten Wirtschaftswissenschaftler, den Navarro zuvor in seiner Arbeit zitiert hatte. Der Name ist ein Anagramm von Navarro. 

Damit nicht genug: Als Antwort auf einige Posts, die Navarros wirtschaftliche Kompetenzen hervorhoben, erklärte Musk wenige Tage zuvor: „Ein Doktortitel in Wirtschaftswissenschaften von Harvard ist eine schlechte Sache, keine gute.“

Musk ist gegen Trumps Zollpolitik

Musk, der Effizienzberater von Trump, hatte bereits am Wochenende indirekt dessen Zollpolitik kritisiert, als deren Architekt Navarro gilt. Laut Washington Post soll Musk direkt an Trump appelliert haben, die neuen „Zölle gegen die ganze Welt“ rückgängig zu machen. Außerdem teilte der Gründer von Tesla und SpaceX ein Video, in welchem der verstorbene konservative Ökonom Milton Friedman die Vorteile des freien Handels beschreibt. Dieser sei Friedman zufolge nicht nur essenziell für effiziente Produktion, sondern „auch für die Harmonie und den Frieden bei allen Menschen in der Welt“.

In einer Videobotschaft beim Parteitag der rechtspopulistischen italienischen Lega in Florenz sagte er am Samstag, aus seiner Sicht sollten die USA und Europa idealerweise zu einer „Null-Zoll-Situation übergehen, um so eine Freihandelszone zwischen Europa und Nordamerika zu schaffen“.

Wie reagiert das Weiße Haus auf den Streit zwischen Musk und Navarro?

Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, wies Fragen zu Musks Angriffen auf seinen Kollegen achselzuckend zurück. „Wie dem auch sei“, sagte Leavitt gegenüber Eamon Javers von CNBC. „Wir sind die transparenteste Regierung der Geschichte, die ihre Meinungsverschiedenheiten öffentlich zum Ausdruck bringt.“

US-Medien hatten bereits über die wachsenden Spannungen im Team Trump berichtet - so war Musk wegen seines rabiaten Vorgehens zur Senkung der Staatsausgaben kritisiert worden. Trump hält bislang an Musk fest, hat laut dem Magazin Politico aber bereits angedeutet, dass Musk in den kommenden Wochen aufhören und in seine Unternehmen zurückkehren werde.

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