Der frühere Außenminister Joschka Fischer (Grüne) schämt sich für den Umgang des Landes Berlin mit Flüchtlingen. „Bayern geht im Übrigen mit den Flüchtlingen hervorragend um. Als Berliner Bürger schäme ich mich dafür, was wir hier erleben. Ohne die vielen freiwilligen Helfer wäre das Desaster in Berlin unendlich“, sagte Fischer der „Bild am Sonntag“.
Der Grüne kritisierte auch den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD). „Im Gegensatz zum Regierenden Bürgermeister war der Münchner Oberbürgermeister ständig am Hauptbahnhof, hat sich persönlich um die Flüchtlinge gekümmert“, sagte Fischer.
Er lobte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ausdrücklich für ihre Flüchtlingspolitik und die offenen Grenzen. „Dass ich einmal Angela Merkel öffentlich verteidigen würde, hätte ich auch nicht gedacht“, sagte Fischer. Grenzen zu schließen, wie viele Unions-Politiker jetzt verlangten, funktioniere nicht. „Damit würden wir sehenden Auges den Balkan und Griechenland destabilisieren, wie man ja bereits heute sehen kann. Es gibt die perfekte Lösung nicht, (...).“ (dpa)
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