DDR-Geschichte

Zwang die DDR schwangere Mosambikanerinnen zur Heimkehr? Ein Faktencheck

Isolation, Zwangsabtreibungen, Elendswohnheime: Nach der Wende bestimmten Zerrbilder die Berichte über Vertragsarbeiter. Was ein genauerer Blick auf Fakten ergibt.

Maritta Adam-Tkalec Maritta Tkalec
9 Min
1979 in Neugersdorf: Mosambikanische Gastarbeiter werden im VEB Oberlausitzer Textilbetrieb angelernt. Die Betriebe strengten sich an – auch im eigenen Interesse. 

1979 in Neugersdorf: Mosambikanische Gastarbeiter werden im VEB Oberlausitzer Textilbetrieb angelernt. Die Betriebe strengten sich an – auch im eigenen Interesse. 

© Ulrich Hässler/Imago

Nach westlicher Interpretation herrschte in der DDR nicht nur staatlich verordneter Antifaschismus, sondern auch „staatlich verordnete Völkerfreundschaft“.

Wenigstens das, könnte man sagen. Nachdem Deutschland den größten völkermörderischen Krieg über die Welt gebracht hatte, gehörte hartnäckige Erziehung zur Völkerfreundschaft sicherlich zu den noblen Anliegen. Sie gelang nicht vollständig, wie sich in ausländerfeindlichen Gewaltexzessen nach 1990 zeigte. Und sie begnügte sich viel zu oft mit Floskeln und Oberflächlichkeiten.

Mit einem Abo weiterlesen

Sie haben bereits ein B+ Abo?

*