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Zwangsräumung in Reinickendorf: Familie muss Diakoniezentrum Heiligensee verlassen

Eine kranke Mutter und ihre sieben Kinder mussten aufgrund einer Zwangsräumung aus ihrer Wohnung in Heiligensee ausziehen. Das sind die Hintergründe.

Team News BLZ
2 Min
Eine Mutter musste zusammen mit ihren Kindern ihre Wohnung im Diakoniezentrum Heiligensee verlassen.

Eine Mutter musste zusammen mit ihren Kindern ihre Wohnung im Diakoniezentrum Heiligensee verlassen.

© Jürgen Ritter/imago

Aufgrund einer Zwangsräumung musste eine kranke Mutter und ihre sieben Kinder ihre Wohnung in Reinickendorf verlassen. Wie die Reinickendorfer Allgemeine Zeitung (RAZ) berichtete, geschah dies auf dem Gelände eines Diakoniezentrums. Demnach sollen jahrelange Mietrückstände und ungenehmigte bauliche Veränderungen in der Wohnung der Auslöser gewesen sein. Laut dem Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk (EJF), dem Vermieter, habe es wiederholte Gespräche und Hilfsangebote gegeben, die von der Mieterin abgelehnt worden sein sollen. Das Räumungsurteil aus Januar 2024 wurde schließlich umgesetzt.

Das Jobcenter Reinickendorf erklärte, dass Bürgergeld-Empfänger verpflichtet sind, die für die Unterkunft vorgesehenen Leistungen auch für Mieten zu verwenden. Unregelmäßigkeiten hierin können zur Kündigung des Mietverhältnisses führen. Das EJF betont, dass man der Familie mit Nachsicht und Unterstützung entgegenkam, dennoch sei keine Einsicht erkennbar gewesen.

Bezirksstadtrat Uwe Brockhausen (SPD) erklärte, dass Zwangsräumungen im Bezirk nicht selten seien, jedoch werde versucht, Obdachlosigkeit durch Gespräche zwischen den Beteiligten zu vermeiden. Für die geräumte Familie wurde bereits eine Ersatzunterkunft bereitgestellt, die jedoch zunächst abgelehnt wurde. Erst nach der Räumung bezog die Familie eine vom Bezirksamt zugewiesene Wohnung. Die Mutter der Familie wollte sich laut RAZ nicht äußern.

Quelle: Reinickendorfer Allgemeine Zeitung (RAZ)

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