Flugverkehr

Zwei Zwischenfälle am Münchner Flughafen: Vietnam Airlines und Lufthansa betroffen

Innerhalb kurzer Zeit gab es zwei ernste Vorfälle am Flughafen in München. Zwei Maschinen hatten Probleme bei Start und Landung.

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Eine Maschine der Vietnam Airlines Maschine ist kurz nach ihrem Start vom Münchner Flughafen dort wieder gelandet.

Eine Maschine der Vietnam Airlines Maschine ist kurz nach ihrem Start vom Münchner Flughafen dort wieder gelandet.

© Uwe Lorz/dpa

Am Münchner Flughafen haben sich innerhalb kurzer Zeit zwei ernste Vorfälle im Flugverkehr ereignet. Am Samstag raste eine Boeing 787-9 der Vietnam Airlines mit Ziel Hanoi über das Ende der Startbahn hinaus und hob erst im letzten Moment ab. Am Montag setzte ein Airbus A380 der Lufthansa bei der Landung zu früh auf, wie die Airline auf bestätigte. Alle 351 Passagiere konnten die Maschine unverletzt verlassen.

Der schwerwiegendere Zwischenfall betrifft die Vietnam Airlines. In den sozialen Medien kursierende Aufnahmen zeigen beim Start eine große Staubwolke und heftige Erschütterungen in der Kabine. Rund zwei Stunden später kehrte die Maschine zurück – bei der Landung war Rauch am beschädigten Fahrwerk zu sehen. Feuerwehr und Rettungsdienste rückten mit zahlreichen Fahrzeugen an. Nach Angaben des Flughafens wurden die laut Medienberichten mehr als 250 Passagiere unverletzt per Bus ins Terminal gebracht.

Blockierte Bremsen und zerfetzte Reifen

Nach Informationen der Plattform Aviation Herald deutet einiges darauf hin, dass vor dem Start mindestens die Bremsen auf der rechten Seite des Jets blockiert waren. Wegen der zu geringen Startgeschwindigkeit soll das Heck der Maschine aufgesetzt und dabei Schaden genommen haben. Bei der anschließenden Rückkehrlandung auf der Nordbahn wurden die Reifen eines Fahrwerks zerfetzt. Möglicherweise seien die Räder beschädigt worden, nachdem beim Start Leuchten der Landebefeuerung abgerissen worden waren.

Vietnam Airlines teilte mit, dass es Passagieren und Besatzung gut gehe. Die Fluggesellschaft bestätigte ein „technisches Problem“ und entschuldigte sich „aufrichtig für die entstandenen Unannehmlichkeiten“. Die Cockpit-Crew habe sämtliche vorgeschriebenen Verfahren eingehalten. Die Untersuchung der Ursache läuft.

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