Nachbarschaftsvertrag

Kriegsopfer, Reparationen, Misstrauen: Der deutsch-polnische Schulterschluss platzt

Zum 35. Jahrestag des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags wollten Berlin und Warschau positive Signale senden. Stattdessen bestimmen historische Konflikte den status quo.

7 Min
Vertrauen ja, Vertrag nein: Berlin und Warschau bleiben auf Distanz.

Vertrauen ja, Vertrag nein: Berlin und Warschau bleiben auf Distanz.

© dts Nachrichtenagentur/imago

Nun wird es also nichts mit einem neuen deutsch-polnischen Großvertrag, bei dem die Frage der Wiedergutmachung für die noch lebenden Opfer des Zweiten Weltkrieges und die Frage des gegenseitigen militärischen Beistands benannt würden. Pünktlich zum 35. Jahrestag des Freundschafts- und Nachbarschaftsvertrags der beiden Staaten vom 17. Juni 1991 wollten beide Seiten eigentlich ein Zeichen setzen: Wir lösen bilaterale Konflikte und stehen uns auch jenseits der Nato bei.

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