Aufgebrachte Zuschauer stürmten auf das Parkett: Fan-Tumulte nach dem Derby Union gegen FCB

Nach zwei Tagen Spannung und fairem Fußball in der Sömmermghalle kam es beim Berliner Oberliga-Turnier gestern zu einem Eklat.2000 Zuschauer spalteten sich beim alten, stets brisanten Duell zwischen Union und dem FC Berlin gleich in drei Lager. Der u.berforderte Schiedsrichter Augart aus Berlin (warum amtierte bei einem solch wichtigen Spiel nicht der anwesende Bundesliga-Referee Haupt?) hatte die beiden lJnioner Markov und Zimmerling vom Parkett gestellt und dabei keinerlei Fingerspitzengefühl bewiesen. Rote Karten auch in der Halle ziehen eine Sportgerichts-Verhandlung nach sich. Union- Trainer Pagelsdorf erklärte nach dem Spiel klipp und klar: "Sollte es eine Bestrafung für meine Spieler geben, haben wir das letzte Mal an diesem Hallenturnier teilgenommen."Neun Sekunden vor Schluß stand es 2:2 und das hätte Türkiyemspor für den Einzug ins Finale gereicht. Der Hallensprecher sagte an, daß entgegen der offiziellen Uhr noch fünf Sekunden zu spielen seien. Just in diesem Moment traf Bennert zum 3:2 für Union, was Tumulte der gut 300 türkischen Zuschauer hervorrief. Auch Union-Anhänger, die vor Freude aufs Parkett wollten und FCB-Fans mischten bei den unschönen Rangeleien mit. Die Polizei mußte eingreifen und räumte mit harten Methoden den Innenraum.Das Spiel um Platz 3 zwischen Türkiyemspor und Sparidau fiel den Tumulten zum Opfer. Auch das Finale zwischen Reiniekendorf und Union mußte unterbrochen werden, da aus dem türkischen Block Schutzgitter aufs Parkett flogen. Union war durch Trainer Pagelsdorf, der stets mitspielte, in Führung gegangen, Kuhlow glich zum 1:1 aus. Auch die Verlängerung brachte nichts. Die Füchse gewannen schließlich das Neunmeter-Schießen mit 3:2 und somit das Turnier.