Nach 17 Jahren hat Rainer E. Klemke,Sprecher der Senatskulturverwaltung, genug von der Pressearbeit. Zum 1. Juni wechselt der Vertraute von Kultursenator Ulrich Roloff-Momin (parteilos) innerhalb der Verwaltung. Roloff-Momin ist zwar ein bißchen traurig, aber vor der Wahl denkt er natürlich an die Zukunft seiner langjährigen Mitarbeiter. Sein persönlicher Referent Wolfgang Abramowski wurde vor kurzem Referatsleiter für Hauptstadt-Kulturfinanzierungen, Klemke leitet künftig die Abteilung "Archive, Gedenkstätten und Zeitgeschichte". "Dieser Bereich hat an Bedeutung gewonnen, mich reizt die Aufgabe", sagt Klemke. Da ist es ja gut, daß es so fürsorgliche Senatoren gibt.Die Lücke in der Kultur-Pressestelle schließt Ingolf Kern. Der gebürtige Sachse hat sich in den vergangenen sechs Monaten eingearbeitet und findet die Verwaltungsarbeit "sehr aufschlußreich". Kern ist gelernter Journalist, arbeitete zuletzt für die "Tribüne" und die "Neue Zeit". "Der Seitenwechsel ist spannend, hinter den Kulissen passiert sehr viel", sagt Kern.Michael Schenk, neuer Vorsitzender des Deutschen Kinderschutzbundes - Landesverband Berlin, hat sich viel vorgenommen. Der 46jährige will die Kontakte zu Wirtschaftsunternehmen verbessern und diese als Sponsoren gewinnen. Denn beim Schutz der Kinder gibt es noch jede Menge zu tun. Beispielsweise stehe bei der Gesundheitsförderung vor allem gesunde Ernährung und Sport im Mittelpunkt, nicht aber die psychische Verfassung. "Dabei gibt es immer mehr verhaltensauffällige Kinder", sagt der zweifache Familienvater. Er setzt sich für Lehrer-Fortbildungsseminare, Informationsveranstaltungen für Eltern und neue Kinderschutz-Projekte ein. Wie gesagt: Schenk hat sich viel vorgenommen.Hohe Auszeichnung für einen großen Handwerker: Harry Schlieter, Obermeister der Berliner Gebäudereiniger-Innung, wurde jetzt mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Seit 1987 ist Schlieter - neben seiner Tätigkeit als Lehrlingswart - Chef seiner Branche. "Er hat sich in seinem Amt mit einem überdurchschnittlichen Engagement für die Berufskollegen und den beruflichen Nachwuchs eingesetzt", heißt es in der Begründung für den Orden. Dank Schlieters Einsatz hat auch die Fachmesse Reinigungstechnik ihren festen Platz in Berlin gefunden.Da strahlten die Augen, groß war die Freude bei Stanley Fuls, Wendelin Hinsch, Thomas Ilskensmeier und Claudia Klingbeil. Die Studenten der Technischen Universität gewannen im erstmals ausgelobten "Schüco-Photovoltaik-Wettbewerb" über zukunftsweisendes Bauen einen der Hauptpreise in Höhe von 6 000 Mark. Die Nachwuchsforscher entwickelten nämlich ein einfaches, aber wirkungsvolles Modell: Bewegliche Dachelemente ermöglichen eine ganztägige Ausnutzung der Sonnenenergie. Da konnte auch die Jury nur noch applaudieren.