Einhundert Millionen Euro, eine Eins mit acht Nullen, sind erst mal nur ein Geldbetrag, den man eher selten in die Hände bekommt. Wäre auch schwierig, denn einhundert Millionen Euro in druckfrischen Scheinen zu einhundert Euro aufeinandergestapelt ergeben ein Gewicht von etwa einer Tonne und eine Höhe von einhundert Metern. Wie schwer fünfzig Millionen Euro sind und wie hoch sie in den Himmel ragen, lässt sich damit ganz leicht bestimmen. Dagegen fallen die anschließenden Rechnungen komplizierter aus. Vor allem, wenn man die beliebte Konstante Fußball mit solchen Unbekannten wie Moral oder Verhältnismäßigkeit verrechnen will.

Seitdem klar ist, dass der Waliser Gareth Bale für die höchste jemals gezahlte Ablösesumme zu Real Madrid wechselt und der deutsche Nationalspieler Mesut Özil für die Hälfte zum FC Arsenal London, ist wieder eine Debatte entbrannt, die in den Jahren zuvor leise vor sich hin loderte. Daran erinnert noch einmal die Welt: „Die Geschichte zeigt, dass Rekordtransfers schon immer kritisch gesehen worden sind. Selbst als die Summen noch so niedrig waren, dass Normalbürger auf Anhieb sagen konnten, aus wie viel Ziffern sie denn bestehen.“ Die gemeinte Kritik in Kurzform: Wie kann es sein, dass Fußballer so viel kosten und dann auch noch so viel verdienen, wenn das Geld woanders besser aufgehoben wäre? Ist das nicht unmoralisch? Unverhältnismäßig?

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