Der Bericht des US-Senats über die Foltermethoden des CIA liest sich wie ein modernes Horrorszenario menschlicher Grausamkeit, deren Folgen für die Demokratie, in deren Namen sie begangen wurden, kaum abzusehen sind. Über das bloße Entsetzen hinaus versuchen die Kommentatoren das Gelesene zu verstehen und zu bewerten. „Folter ist für eine Demokratie nicht hinnehmbar“, schreibt Michael Knigge von der Deutschen Welle. „Auch nicht in einer Ausnahmesituation, in der sich die USA zweifellos nach den verheerenden Anschlägen des 11. September 2001 befanden.

Wer Folter als Mittel zur Informationsgewinnung einsetzt, legte die Axt an den Rechtsstaat und verhält sich nicht anders als die Extremisten jeglicher Couleur, die ihn abschaffen wollen. Aus diesem Grund muss der Bericht auch politische und rechtliche Konsequenzen haben. Wie Dianne Feinstein richtig feststellte, müssen die unter George W. Bush angewandten Verhörmethoden endlich vom Kongress offiziell verboten werden.“

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