Der CDU-Kreisverband Steglitz-Zehlendorf hat ein Problem weniger: Der 25-jährige Gérard Bökenkamp, der wegen der Teilnahme an Seminaren des umstrittenen Instituts für Staatspolitik in den Verdacht geraten war, rechtsextreme Positionen zu vertreten, erklärte am Dienstag seinen Austritt aus der CDU. Dies teilte Landesgeschäftsführer Matthias Wambach mit.Bökenkamp habe in seinem Schreiben auf seine zutiefst demokratische Gesinnung hingewiesen, so Wambach. Er habe in dem Institut andere Politiker wie Vera Lengsfeld oder den Historiker Arnulf Baring getroffen und sich "stets in bester Gesellschaft" gewähnt. Bökenkamp hoffe aber, dass er mit seinem Austritt Schaden von der CDU abwende. Wie berichtet, hatten in der CDU Steglitz-Zehlendorf schon zwei Fälle für Debatten gesorgt. So hatte ein Bezirksverordneter erklärt, er könne nicht verhindern, wenn er in einzelnen Fragen den Positionen der NPD nahe stehe. Bezirksbürgermeister Herbert Weber (CDU) wollte am 8. Mai auch ausdrücklich der deutschen Opfer des Zweiten Weltkriegs gedenken. (cri.)