Berlin. dpaProfi-Schwergewichtler Axel Schulz (Frankfurt/Oder) bezwang in der Nacht zum Sonntag in Leverkusen den ehemaligen Schwergewichts-Weltmeister James Smith (USA) -- inzwischen 41 Jahre alt -- knapp ,lach Punkten, mußte den Erfolg aber mit einer gebrochenen Nase teuer bezahlen.Allerdings quittierten einige der nur 2 000 Zuschauer den einstimmigen Punktsieg des 16 Jahre jüngeren und mit 97 kg Kampfgewicht auch 25 Kilogramm leichteren Schulz nach zehn Runden mit Pfiffen. Die Ringrichter entschieden sich mit 99:94, 98:95 und 99:95 für den Frankfurter.Am besten lief es für den Trainingspartner von Halbschwergewichts-Weltmeister Henry Maske in der siebten Runde, als Smith angeschlagen war. Ein defekter Boxhandschuh verschaffte Smith danach eine zusätzliche Ruhepause von sechs Minuten. Schulz-Manager Wilfried Sauerland vermutete: "Das ist ein alter Muhammad All-Trick." Schulz wollte von Manipulation allerdings nichts wissen. "Das war sicher ein Materialfehler -- da kann man nichts machen."Das "Leichtgewicht" unter den Schwergewichtler hatte sich die Aufgabe gegen den vermeintlich "uralten" Smith, der den schmückenden Beinamen "Bonecrusher" ("Knochenbrecher") führt, einfacher vorgestellt. "Ich hatte nicht mit soviel Gegenwehr gerechnet. Aber der Sieg ist sicherlich eine gute Empfehlung für meinen nächsten Kampf in den USA". erklärte Schulz nach dem Kampf. Ob es allerdings dazu -- wie geplant -- noch in diesem Jahr kommt, ist sehr fraglich. Denn Smith machte seinem Namen noch alle Ehre. In der Kabine stellte der Arzt ein gebrochenes Nasenbein bei dem Schützling von Trainer Manfred Wolke fest.Im Beiprogramm gewann Rüdiger May -- "kleiner Bruder von Olympiasieger Torsten May -- seine Deutschlandpremiere gegen Nick Wadman (Gb) einstimmig nach Punkten.Axel Schulz -- als Schwergewichtler ein Leichtgewicht.