BerlinMode ist weit mehr als schicke Bekleidung. Gerade im Berlin der 1920er-Jahre stand sie für Lebensgefühl und für den Ausdruck von Individualität. Das ist lange her. Mit Steuergeldern finanzierte Berliner „Fashion Shows“ finden in den internationalen Medien kaum Beachtung. Sie sind zu Insidertreffen einer marginalisierten Gruppe von Designern geworden, die keinen Platz mehr in London, Mailand oder New York finden.

Die deutsche Modemüdigkeit liegt aber nicht am Publikum, sondern an den fehlenden Ideen der Modegestalter und der fehlenden Basisschulung, die genau solche fördern könnte. Mit dem Tod von Karl Lagerfeld im Februar 2019 endete die Ära der in Deutschland geborenen und weltweit anerkannten Modemacher; neue Talente finden weder öffentliche Anerkennung noch Förderung. Selbst nachhaltige Mode „created in Germany“ ist bis heute ein Nischenprodukt.

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