Groß Behnitz - Richtig in Fahrt kommt Michael Stober, wenn er über die Berliner Industriellenfamilie Borsig spricht. Etwa über August Borsig (1804–1854), den Gründer der Borsigwerke, und das legendäre Lokomotiven-Wettrennen im Juli 1841. Es fand auf der Strecke Berlin–Jüterbog statt, auf der Borsigs erste Dampf-Lok im Monat zuvor ihre Jungfernfahrt erfolgreich absolviert hatte. Im August forderte er seinen englischen Konkurrenten George Stephenson heraus. Die Borsig-Lok legte die Strecke zehn Minuten schneller als die Konkurrenz zurück. Borsigs Aufstieg zum Lokomotivenkönig begann. Die Preußischen Eisenbahngesellschaften kauften fortan seine Maschinen – und nicht mehr die aus England.

Michael Stober erzählt diese Geschichte voller Elan, er weist auf imaginäre Gleise, Unterbrechungen wehrt er charmant ab. Stober, 62, ist ganz in Schwarz gekleidet, unter dem Jackett trägt er einen Rollkragenpullover, die verbliebenen Haare sind sehr kurz geschnitten. Man merkt, dass er diese Geschichte nicht zum ersten Mal erzählt. Und dass er das gern tut.

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