CHARLOTTENBURG. Anlässlich des 50. Todestages des früheren Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Ernst Reuter (SPD), wird am Sonntag um 20 Uhr der gleichnamige Platz in Charlottenburg in Licht getaucht. Dabei werden die Kronen der Bäume auf dem Platz mit 16 Strahlern angeleuchtet, die in den Boden eingelassen sind. Finanziert wird die Beleuchtung von zwei Firmen und Isolde Josipovici, der Initiatorin der Aktion. Diese engagiert sich schon seit Jahren für die Brunen in Berlin - und wird von vielen deshalb nur "Brunnenfee" genannt. Die Idee, den Platz zu beleuchten, hatte die Charlottenburgerin bereits vor fünf Jahren - als auf ihr Betreiben hin der Brunnen auf der Grünfläche wieder in Betrieb genommen wurde. So ganz gefiel ihr der Anblick des Platz dennoch nicht. "Er ist total vernachlässigt worden", sagt die Betreiberin einer Pension. Zwar werde der Brunnen nachts angeleuchtet, der Rest des Platzes sehe jedoch aus wie ein schwarzes Loch. Also machte sich Isolde Josipovici erneut auf die Suche nach Unterstützern und Sponsoren - und hatte Erfolg. Wie vor fünf Jahren bei der Einweihung des Brunnens kommt auch am Sonntag wieder hoher Besuch nach Charlottenburg: Edzard Reuter, Ex-DaimlerBenz-Chef und Sohn des ehemaligen Bürgermeisters, ist dabei, wenn auf dem Platz das Licht angeht. (cls.)MANUFAKTURENHALLE BERLIN KG Die Manufakturenhalle als Simulation: Sie wird bis 2005 umgebaut.