Salve! Auf dem Frauenplan und an Goethes Gartenhaus blüht, was der Frühling an Farben herbeizuzaubern vermag. Vorm Goethe-Wohnhaus und auch am Schillermuseum stehen geduldige Menschen Schlange. Die einen wollen in die Gemächer des Dichterfürsten, die anderen zu den einst in Weimar gemalten Bildern Lucas Cranachs d.Ä.
Auf jedem der vielen Stadtplätze oder all den sonstigen Fleckchen Grün im Zentrum spielen Kinder oder sitzen junge Leute – Studenten, Touristen, Einheimische? – und blinzeln in die 23 Grad spendende Sonne, schlecken Eis von einem der vielen Italiener. In den idyllischen Straßencafés gibt es kaum noch einen leeren Stuhl, und ab Mittags Gedränge in den nostalgischen Biergärten. Überm Frauenplan, Herderplatz, überm Markt hängt der Duft von frischgebackenem Kuchen und Kaffee. Von schräg gegenüber, vom Sächsischen Hof her, ziehen Rotkohl und Rouladen-Geruch die Touristen an und in der Anna-Amalia-Bibliothek sind die Karten für den Rokokko-Saal auch für heute schon wieder völlig ausverkauft.
Ein ganz normales Frühlings-Wochenende im 64.000 Einwohner-Weimar also, der aus aller Welt besuchten Klassiker-Stadt, Ort der Dichter und Denker. Hier ist jeder Quadratmeter Genius loci.

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