Zum vierten Mal findet in diesem Jahr das Projekt "Bewegung Integrale" statt. Mit wöchentlichen Sporttreffs und Sonderveranstaltungen wollen die Organisatoren helfen, Hemmschwellen zwischen Behinderten und Nicht-Behinderten abzubauen und den integrativen Sport fördern.Partner des Gemeinschaftsprojekts sind neben dem Berliner Behinderten-Sportverband mit sieben beteiligten Einzelverbänden auch die "Zentraleinrichtung Hochschulsport" der Freien Universität Berlin und der Landessportbund Berlin. "Wir wollen erreichen, daß behinderte Menschen ganz selbstverständlich am gesellschaftlichen Leben teilhaben" sagt der Projektleiter der "Bewegung Integrale", Oliver Nickel. "Ein wichtiger Bereich der Gesellschaft ist nun einmal der Sport."Die Mitmach-Angebote des Projekts richten sich an Menschen aller Altersstufen. Ziel ist der Sport und Spaß für Jedermann, gleich welcher Behinderung oder welcher Vorkenntnisse. Zwei unterschiedliche Veranstaltungstypen ermöglichen eine erste Kontaktaufnahme.Jeden Donnerstag treffen sich Teilnehmer in der Max-Schmeling-Halle. Das Programm wechselt dabei monatlich. Im März heißt das Motto "Bälle, Bälle, Bälle", ab April gilt: "Turniere dabeisein ist alles". Gespielt werden Sitzvolleyball, Rollstuhlbasketball, Rugby und Fußball. Neugierige können ohne vorherige Anmeldung am wöchentlichen Integrationssport teilnehmen.Ab 1. Mai öffnet auch die Turnhalle der 7. Grundschule in Köpenick ihre Pforten für die "Bewegung Integrale". Die Halle steht dem gemeinsamen Sport jeden Dienstag zur Verfügung sogar mit wöchentlich wechselndem Programm. Alle Sporttreffs laufen bis Dezember und sind beitragsfrei. Zweiter Veranstaltungstyp sind die Sonderveranstaltungen: "Bewegung Integrale" bietet dabei zwischen März und November solche integrativen Sportarten an, die nicht in der Halle betrieben werden können. Wieder ist jeder eingeladen, kostenlos an den einmaligen Schnupper-Terminen teilzunehmen. Das Angebot reicht von Rudern, Rollstuhltennis und Schwimmen bis zum Pferderennen. Als nächstes steht am 24. April "Fit in den Frühling II" an. Mit Bällen und Alltagsmaterialien zum Beispiel Joghurtbechern wird gemeinsam Gymnastik gemacht. Die Übungen sollen spielerisch beiderseitige Berührungsängste abbauen."Wir wollen zeigen, daß das Anders-Sein normal ist", sagt der 31jährige Sportstudent Oliver Nikkel: "Denn den normalen Menschen gibt es einfach nicht."