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Flüchtlingsunterkunft in Köpenick: Kühlschränke lösen Brand aus – drei Verletzte

Rettungswagen der Berliner Feuerwehr

Ein Rettungsfahrzeug der Berliner Feuerwehr. (Symbolbild)

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imago/Seeliger

Köpenick -

Nach dem Brand in einer Asylbewerberunterkunft in Berlin-Köpenick mussten gut hundert Menschen kurzfristig umziehen. Rund ein Dutzend konnten intern untergebracht werden, wie der Sprecher des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten, Sascha Langenbach, am Mittwochvormittag sagte.

Brandauslöser war vermutlich falsch angeschlossene Kühlschränke

20 Menschen wurden demnach in eine andere Unterkunft in Köpenick verlegt. 85 konnten in eine neue Unterkunft in Tempelhof-Schöneberg ziehen, die noch nicht eröffnet ist. Sieben Bewohner, darunter drei Rollstuhlfahrer, kamen in eine barrierearme Unterkunft in Neukölln. Einzelne kamen demnach privat unter. Zunächst war von etwa 200 Menschen die Rede, die verlegt werden sollten.

Der Brand am Dienstagabend wurde nach Angaben der Polizei wahrscheinlich durch falsch angeschlossene Kühlschränke ausgelöst. Bisherigen Erkenntnissen der Brandermittler nach waren diese unsachgemäß ans Stromnetz angeschlossen, wie ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen sagte. Die Beamten gehen daher von fahrlässiger Brandstiftung aus. Drei Menschen wurden mit Rauchvergiftungen ins ein Krankenhaus gebracht.

Am Wochenende sollte das fünfjährige Bestehen gefeiert werden

Vor allem für verlegten Familien sei wichtig, dass ihre Kinder weiter in ihre Schulen gehen könnten, betonte Langenbach. „Von Tempelhof nach Köpenick ist es ja eine kleine Weltreise“, sagte er. Noch sei nicht absehbar, wann die Bewohner wieder zurückziehen können. Zunächst müsse die Statik des Gebäudes überprüft werden, dann könne man eine Entscheidung fällen. Nach Angaben der Polizei ist der betroffene Gebäudeteil wegen der Schäden durch das Feuer und Löschwasser vorerst unbewohnbar.

Die Unterkunft in Köpenick war eine der ersten, die in Containerbauweise in Berlin für Flüchtlinge errichtet wurde. Sie ist laut Langenbach seit 2014 in Betrieb. Die Bewohner sind teilweise seit rund fünf Jahren da. Am Wochenende sollte das fünfjährige Bestehen der Unterkunft gefeiert werden - ob das nun stattfindet, ist laut Langenbach noch unklar. (dpa)