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Stasi-Tätigkeit: Überprüfung im öffentlichen Dienst soll verlängert werden

Stasi-Überprüfung

Archivierte Akten von inoffiziellen Mitarbeitern (IM) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) lagern in den Räumen der Stasi-Unterlagenbehörde.

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picture alliance/dpa

Berlin -

Leitende Mitarbeiter im öffentlichen Dienst sollen auch künftig auf eine frühere Tätigkeit für die DDR-Staatssicherheit hin überprüft werden können. Die geltende Regelung, die Ende 2019 ausläuft, solle bis 2030 verlängert werden, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Dienstag). Dies sehe ein Entwurf des neuen Stasi-Unterlagengesetzes vor, der dem RND vorliege. Am Mittwoch solle im Kabinett darüber beraten werden.

Zur Begründung stehe in dem Entwurf, die Überprüfungsmöglichkeit habe weiter „große Bedeutung für die Herstellung des Vertrauens in die Integrität von Personen, die in politisch oder gesellschaftlich herausgehobener Position tätig sind“.

Im Jahr 2018, dem letzten auf der Homepage der Stasi-Unterlagenbehörde angegebenen Jahr, gab es 167 Anträge auf Stasi-Überprüfung im öffentlichen Dienst und 446 Anträge auf Überprüfung von Mandatsträgern.

Die Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen verwaltet und erschließt die geretteten Unterlagen des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit. Erhalten blieben 111 Regal-Kilometer Akten. Die Bundesbehörde sitzt in Berlin, in den ostdeutschen Bundesländern gibt es Außenstellen. Die Behörde hat auch die Aufgabe, allen Bürgern, über die die Stais Akten anlegte, Einblick in die gesammelten Informationen zu geben. (dpa)