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Veröffentlichung des Tourismusverbands : Fünf Benimm-Tipps für Touristen in Berlin

Passend zur Debatte um Party-Touristen in Berlin gibt der Tourismusverband Visit Berlin Benimm-Tipps für Besucher. „In Berlin ist alles erlaubt, was nicht verboten ist“, heißt es in einer Broschüre über die zwölf Bezirke („Kiez erleben“), die bereits im Frühjahr 2014 erschienen ist, aber bisher kaum wahrgenommen wurde. Das Heftchen kostet 1,50?Euro.

Zum Beispiel sollten Touristen ihren Müll nicht in der ganzen Stadt verteilen und nach 22 Uhr Rücksicht auf die Anwohner nehmen und leise sein. Visit Berlin reagiert damit auf Beschwerden aus Vierteln mit Party-Touristen. Die Bürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Monika Herrmann (Grüne) hatte vor einigen Wochen über laute Rollkoffer geklagt und forderte für die vielen Party-Touristen einen Verhaltenskodex. Dieses Regelwerk will der Bezirk nun ab Oktober in Workshops erarbeiten und im Frühjahr 2015 veröffentlichen.

Der Geschäftsführer von Visit Berlin, Burkhard Kieker, erklärt, die „freundlichen Hinweise“ sollen die Besucher dafür sensibilisieren, „dass dort, wo sie feiern wollen, Berliner leben“. In der Broschüre heißt es in bewusst locker gehaltenem Ton: „Berlin ist die Stadt der Freiheit. Im Grunde dürfen Sie bei uns machen, was Sie wollen. Wir haben die in Berlin erlaubten Dinge einmal zusammengezählt: insgesamt sind es 12?498?301 Sachen, die Sie bei uns tun können. Vom Tangotanzen im Bikini auf dem Kudamm bis zum Schiller-Rezitieren um 3 Uhr nachts in der Kuno-Fischer-Straße. Jede einzelne Erlaubnis hier abzudrucken, würde allerdings enorm viel Platz kosten. Deshalb listen wir einfach die Dinge auf, die Sie bei uns zwar machen können – von denen wir aber hoffen, dass Sie sie aus Rücksicht auf die Berlinerinnen und Berliner und zu Ihrer eigenen Sicherheit nicht tun.“ (mit dpa)