Wenn der Paketzusteller nicht mehr klingelt.
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BerlinIm Tarifkonflikt mit der Deutschen Post haben in Berlin zahlreiche Brief- und Paketzusteller die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft Verdi hatte am Freitag rund 1000 Beschäftigte in der Hauptstadt zu den Warnstreiks aufgerufen. Ab 6 Uhr morgens waren sie aufgefordert, die Arbeit ruhen zu lassen, wie der Verdi-Landesbezirk mitteilte. Die Resonanz auf den Aufruf sei gut, sagte ein Gewerkschaftssprecher am Morgen.

Das Unternehmen teilte am Freitag mit, derzeit ergreife die Deutsche Post die notwendigen Maßnahmen, um die Auswirkungen für die Kunden so gering wie möglich zu halten. Von dem Ausstand betroffen waren den Angaben zufolge Paketzustellbasen in Charlottenburg, Reinickendorf, Grunewald, Lichtenberg und Marzahn. Auch bei der Briefzustellung in Mitte, Moabit, Marzahn, Friedrichsfelde, Kaulsdorf, Weißensee und Hohenschönhausen legten Beschäftigte die Arbeit nieder. Beschäftigte mit Zeitverträgen etwa erschienen zum Dienst.

Verdi hatte bereits am Mittwoch in mehreren Bundesländern mit Warnstreiks begonnen und diese am Donnerstag ausgeweitet. Die Gewerkschaft will so ihrer Forderung nach Einkommenserhöhungen für die rund 140 000 Beschäftigten der Post um 5,5 Prozent Nachdruck verleihen. Verdi begründet die Forderung unter anderem mit der guten Geschäftslage der Post.