Ob Sparbrief, Spachtelmasse oder Spannbettlaken: Auch 2009 hat die Stiftung Warentest Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren aufgerufen, Produkte und Dienstleistungen genau unter die Lupe zu nehmen. Auch einige Berliner haben sich an dem Wettbewerb "Jugend testet" beteiligt und der Herausforderung gestellt, ein Thema auszuwählen und es nach selbst erstellten Kriterien zu beurteilen. So können Computerspiele nach Spaßfaktor, Speisepilze nach Geschmacksintensität und Sportbekleidung nach ihrer Wetterfestigkeit bewertet werden. Hauptsache ist, dass die Teilnehmer am Ende einen umfangreichen Testbericht einschicken, den eine Jury dann untersucht. Sie beurteilt die Originalität des Themas und die Anschaulichkeit des Testberichts und legt besonderen Wert auf eine systematische und erkenntnisorientierte Vorgehensweise.Unter den zahlreichen Teilnehmern sind in diesem Jahr auch der 14-jährige Kelley, bei dem Jugendzeitschriften auf dem Prüfstand stehen, und der gleichaltrige Dominik, der Gesellschaftsspiele inspiziert. Wir wollten von den beiden Berlinern wissen, wie sie nun bis zum Einsendeschluss vorgehen wollen, um die Jury zu überzeugen.Kelley wird in den nächsten Wochen vor allem zuhören: Er möchte herausfinden, welche der bekannten Zeitschriften den Ansprüchen eines jungen Publikums am ehesten gerecht werden. Dafür plant er, eine repräsentative Anzahl Jugendlicher nach deren Interessen zu befragen und aus den Ergebnissen eine Kriterienliste zu entwerfen, die er dann mit den Zeitschriften abgleicht.Dominik verfolgt ein ähnliches Verfahren. Auch er testet nicht zunächst das Produkt, also in seinem Fall die Gesellschaftsspiele, sondern geht vom Rezipienten aus und untersucht, wie die Spiele bei ihnen ankommen. Dadurch zieht er Rückschlüsse auf die Qualität: "Wenn die meisten Leute ein Spiel mögen, muss es doch auch qualitativ zufrieden stellend sein", sagt er.Dominik und Kelley und auch die anderen Berliner Teilnehmer, die Klamotten-Shopping für junge Leute, Studentenfutter oder den Restmengenverbleib in Kunststoffbehältern testen, hoffen auf ein "Sehr gut" der Stiftung Warentest-Jury. Es ist gewiss ratsam, die Testberichte der Gewinner aus dem vergangenen Jahr noch einmal aufmerksam zu lesen. So gewannen 2009 in der Kategorie "Produkte" vier Kaugummiprüfer aus Baden-Württemberg, die 70 Testkauer anheuerten, um Geschmacksintensität, Konsistenz, Wirksamkeit gegen Mundgeruch und Dehnbarkeit des Kaugummis zu bewerten. Offensichtlich kam diese Vorgehensweise bei der Jury sehr gut an.------------------------------Mehr Infos zum Wettbewerb unter www.jugend-testet.de------------------------------Foto: Welche Jugendzeitschrift ist die beste? Der 14-jährige Kelley aus Berlin wird es herausfinden.