Berlin. qsClara Zetkin geht. Rosa Luxemburg bleibt, und die Karl-Marx-Allee wird zur Hälfte in Hegel-Allee umbenannt. Das sind einige der Vorschläge. die eine vom Berliner Senat eingesetzte unabhängige Kommission gestern vorlegte."Wir wollten keinen Kahischlag machen, sondern die Überreprasentatlon kommunistischer Widerstandskämpfer Im Zentrum der Hauptstadt abbauen", begründete der Historiker Heinrich August Winkler, Mitglied der slebenköpfigen Kommission, den Abschlußbericht. Verkehrssenator Herwig Haase (CDU) hatte die Gruppe im Herbst letzten Jahres gebildet, um Bewegung in die festgefaluene Auseinandersetzung zwischen dem Senat und dem Bezirk Mitte zu bringen. Sechs Wochen haben die betroffenen Bezirke Mitte und Prenzlauer Berg nun Zeit, eine Stellungnahme abzugeben. Lehnen sie die Kommissionsvorschläge ab, will Haase selbst über die Straßennamen entscheiden."Schon vor der parlamentarischen Sommerpause könnten eventuell neue Schilder angebracht werden", stellt der Verkehrssenator in Aussicht. Zu den insgesamt 20 Vorschlagen der Kommission gehört, daß der Marx-Engels-Platz in Schloßplatz umbenannt werden soll. Der Name des kommunistischen Philosophen Marx bleibt jedoch im Stadtzentrum erhalten: Nur der Abschnitt der Karl-Marx-Allee bis zum Strausberger Platz soll zukünffig Hegelallee heißen. Nicht geändert werdfn sollen der Rosa-Luxemburg-Platz und die gleichnamige Straße. Weniger akzeptabel fand die Kommission die Frauenrechtlerin Clara Zetkln: "Wer 1932 noch für ein Sowjetdeutschland gekämpft hat, paßt nicht mehr in unser Demokratieverständnis", erläuterte Winider."Clara Zetkin ist für uns unantastbar", protestiert Mittes Bezirksbürgermeister Gerhard Kell. In jeder Biographie gebe es strittige Punkte. Straßennamen seien ohnehin Sache der Bezirke. "Zum jetzigen Zeitpunkt sind diese Umbenennungen völlig verfrüht", kritisierte Keil. Sie verursachten angesichts der angespannten Haushaltsiage nur überflüssige Kosten. "In Mitte sind diese Romprorntßvorschläge auf keinen Fall mehrheitsfähig", sagte Keil. Selte 18