Berlin.Die Schwarzkopf GmbH will den Abbau von 430 Arbeitsplätzen Im Berliner Stammwerk sozial vertraglich gestalten. Vor allem Umschulungen sollen der drohenden Arbeitslosigkelt vorbeugen.Etwa 100 Mitarbeiter werden vorzeitig pensioniert, in Schwarzkopf-Filialen oder externe Finnen vermittelt. 130 der verbleibenden 380 nehmen an Qualifizierungen teil, uni nach der Schließung der Fabrik an der Schöneberger Alboinstraße Ende Juni 1994 bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Das teilte Personalchef Rainer Tschersig gestern mit.Die Senatorin für Arbeit und Frauen, Christine Bergmann (SPD), wertete diese präventive Weiterbildung als zukunftswelsend für die Berliner Arbeitsmarktpolitik. Den Mitarbeitern stehen fünf Berufe zur Auswahl. Während der Arbeitszeit können sich etwa zum Heizungs-Installateur oder zum Haus- und Familienpfleger umschulen lassen.Die Seminare, die von Januar bis Juli dauern, werden vom Unternehmen und dem Land Berlin mit jeweils 340 000 Mark finanziert. Rolf Brunssen von der Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung hätte allerdings mehr Resonanz seitens der Belegschaft erwartet. "Viele Mitarbeiter lehnen sich noch zurück und ignoderen, daß die Arbeitslosigkeit droht", sagte er. Die Schließung des Werkes war seit vergangenem Sommer bekannt. Überkapazitäten, mangelnde Expansionsmöglichkeiten, die fehlende Berlin-Förderung und schlechter Verkehrsanschluß nannte das Unternehmen als Gründe.